Beiträge von MadMax-Markus

    Hallo Ralf,

    willkommen in der Community 8)

    Noch einer aus der Gegend, ich komme aus Esslingen und habe hier über die Community auch schon ein paar Mitfahrer kennengelernt, die auch aus GP kommen :)

    Allzeit gute Fahrt und vielleicht ergibt sich ja mal was ;)


    Grüße

    Markus

    Es wäre doch klasse wenn sich alle User, die einen Account bei Myroute haben untereinander verbinden würden!


    Wir drei (Martin, Manfredo und ich ) sind das ja schon - und mit Joachim Schellhorn bin ich auch verbunden... :thumbup: ich nutze das hauptsächlich als Backup für den Fall das mein Navi ausfallen sollte (hoffentlich nie...) - dann habe ich die MyRoute-App zur Navigation auf dem Smartphone und hab die Routen somit auch dabei. Zumindest diejenigen die ich auch dort gespeichert habe 8o


    Beste Bikergrüße, Michi

    Ich melde mich auch mal wieder :D

    Bin inzwischen auch mit dir verbunden ;)

    Ich muss mir MyRoute nur nochmal ein bisschen genauer zu Gemüte führen, bin noch nicht so ganz fit da drin...



    Hi Manfred :)

    Das andere Programm (welches ich auch nutze), nennt sich ITN-Converter.

    Grundsätzlich kann man dort erstmal seine Route setzen, egal wohin und wie lang, Punkte umbennen und dann entscheiden, in welches Format (ich glaube es sind an die 30 unterschiedliche) man seine gesetzte Route konvertieren will :)


    Grüße aus Esslingen

    Markus

    ...

    Habe da mal ne Frage. Wieviel Tage muss ich für eine Route, also von Nord nach Süd einplanen? Hast du oder wer auch immer eine hilfreiche gpx .

    das eigentliche Ziel ist dann Montpellier. Grob geplant sind die ersten beiden Oktoberwochen. Für gute Hinweise bin ich offen.

    Bester Bikergrüße aus dem vorweihnachtlichen Sachsen.

    Hi Landei, guggsch du hier:

    Michi hatte im ersten Post ganz am Ende unsere Route als ZIP mit den ITNs angehängt.

    ...

    Beste Bikergrüße, Michi

    PS: auch hier die Routen als "Gesamtwerk" in gezippter Form 8)


    RDGA_10.zip

    ...


    Reine Fahrzeit hatten wir vom 05.09.-15.09.19, also gute zehn Tage.

    Ich bin mit Joe einen Tag früher losgefahren, da Michi ja im Allgäu wohnt und wir uns dort in der Nähe getroffen haben.


    Für weitere Fragen gerne melden (was wir so angeschaut haben etc. ;))


    Grüße und ab morgen ein schönes Wochenende

    Markus

    Muhaha, wenn ich die Bilder seh, will ich grade wieder los... 8)

    Aber dann vielleicht ohne Koffer, um die GS so richtig um die Kurven zu legen ^^

    ... oder du kannst den ITN-Converter benutzen. Das Programm ist freeware und es zeigt dir bei den Routen zu den einzelnen Zwischenzielen die Gesamtkilometer und die Gesamtzeit und die Enfernung/Zeit zum nächsten Zwischenziel an. Die Software ist selbsterklärend.


    ITN-Converter


    Tipp: Unter Konfiguration den Anfahrt Dienstleister auf "Here" einstellen, dann geht die Berechnung schneller.

    Die Berechnung geht nicht nur schneller, sondern auch im Winter, wenn andere Routenplaner streiken :)


    Aber ich kann auch Michi und Rhena zustimmen.


    Ich hatte bis vor nem knappen Jahr auch Tyre genutzt, allerdings nur in der Free-Version.

    Nachdem das sich jetzt irgendwie im Sand verlaufen hat und nicht mehr mit Google Maps kommuniziert oder was auch immer... bin ich auf ITN umgestiegen und es ist echt simpel und selbsterklärend.


    Hier gut zu sehen:

    social.kurvenkoenig.de/gallery/image/1231/


    Strecke zwischen aktuellem und letztem Waypoint

    Strecke gesamt

    Fahrzeit zwischen aktuellem und letztem Waypoint

    Fahrzeit gesamt bis zum aktuellen Waypoint


    Ich denke, das erklärt die simple Nutzung von ITN ganz gut ;)


    Grüße aus Esslingen

    Markus

    Servus zusammen :)


    Ich hab heute meinen Bericht für die Juni-Tour eingefügt, hat super funktioniert.


    Nur wollte ich dann noch andere Bilder in einem Album hochladen, und dann wurde mir angezeigt:

    Maximale Speicherplatzgröße erreicht.

    Bitte alte Bilder löschen.


    Ich hatte es oben so gelesen, dass die Bilder beim Upload automatisch verkleinert werden...?


    Wie viele Bilder darf ich hochladen?


    Grüße und ein schönes Wochenende

    Markus

    Und hier kommt noch Teil 3 und das Fazit der Tour :)



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    Tag 9, Sonntag

    Santa Caterina - Holzgau im Lechtal; Fahrzeit: 5 Stunden, 36 Minuten; Streckenlänge: 282,5 Kilometer


    Lange Zeit, selbst als wir schon auf Tour waren, hatten wir immer wieder die Pass-Öffnungen verfolgt. Viele der Pässe, die wir auf dieser Tour gefahren sind, lagen und liegen bei knapp 2000m oder sogar drüber.

    Somit konnte es durchaus noch sein, dass Anfang Juni nochmal eine Schlechtwetterfront über die Alpen zieht und die sauber geräumten Passstraßen erneut mit dem weißen Staub (genannt Schnee) überzieht und eine Überfahrt unmöglich machte.

    Deshalb freute es uns umso mehr, dass wir für den heutigen Tag alle Pässe fahren konnte. Bis zum Start heute Morgen war der heutige Tag der schwierigste von der Planung gewesen. Für die Fahrtstrecke gab es zu Tourbeginn 4 Varianten, sollten irgendwelche Pässe aufgrund von Lawinenabgängen oder ähnlichem gesperrt sein oder noch gar nicht geräumt, so dass wir dann trotzdem unseren Kurvenspaß hatten und eventuell noch etwas auf der Strecke anschauen konnten.


    Abfahrt in der Garage des Hotels war um 8.30 Uhr. Heute mal früh, da sich Tobi und Paddy schon auf den Schönauer Hof freuten, nachdem Markus ihnen das Hotel so schmackhaft gemacht hatte. Von Santa Caterina Valfurva ging es die schon bekannte Strecke nach Bormio, um dort dem Schild "Direzione Passo dello Stelvio" zu folgen. Am Beginn der Passstraße kurz hinter Bormio stand allerdings ein Sperrungsschild. Hatten wir uns doch zu früh gefreut und das Internet uns um kurz vor 9 morgens schon belogen?

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nach einem kurzen, englischen Gespräch mit einem Radfahrer klärte Markus das Rätsel. Der Pass war bis 12 Uhr geöffnet, da es danach zu gefährlich war, aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze bei höheren Temperaturen, die Straße freigegeben zu lassen. Also los, dem Gipfel entgegen!

    Viertel nach 9 waren wir schon auf halber Höhe der Südrampe von Bormio kommend.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Teilweise lagen noch einige Flecken im Schatten der riesigen Bergspitzen, das Panorama war beeindruckend. Um halb zehn fanden wir uns am Gipfel beim Touri-Shop und suchten uns Passaufkleber aus der großen Auswahl.

    Bilder durften natürlich nicht fehlen. Weder von den Kurven, noch von den noch liegenden Schneemassen, welche die Straße absichtlich versperrten. Bereits jetzt war aber erkennbar, dass das Wetter im Umschwung war. Auf der einen Seite des Passes zogen dichte Wolken am Himmel, auf der anderen Seite scheinte die Sonne und brachte den Schnee und die anderen Berggipfel zum glänzen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Gegen viertel vor zehn hatten wir genügend Bilder gemacht und Bergluft geatmet und machten uns wieder auf den Rückweg zum Abzweig zum Umbrailpass. Wir mussten aber nochmal kurz an den unglaublichen Schneewänden stoppen und die Mopeds in Reihe an dieser Wand fotografieren. Wir hatten noch nie solche Massen an Schnee gesehen oder standen davor. Es war verrückt.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Über den Umbrailpass gelangten wir ins Münstertal und hatten als nächstes den Ofenpass vor uns. Eine gute Stunde nach dem Stilfser Joch erreichten wir die Passhöhe, die uns schon mit leichtem Nieselregen begrüßte. Aufkleber kaufen und weg, bevor es noch nasser wurde. Vom Ofenpass unten gelangten wir im Tal von Zernez nach Susch und schlugen den Weg nach links Richtung Flüelapass ein.

    Eine Gruppe holländischer Motorradfahrer überholten uns auf einem kurvigen Abschnitt ziemlich riskant und teilweise auch in den Spitzkehren. Wir ließen es uns eine Zeit lang gefallen, winkten sie dann aber vorbei, da wir deren Fahrstil nicht mit unserem einigen konnten.

    Wieder eine Stunde nach dem Ofenpass hatten wir die Passhöhe des Flüelapasses erreicht. Es lag gut ein Meter Schnee, der See war zugefroren, aber immerhin befanden sich die Temperaturen im positiven Bereich. Hier verweilten wir auch nur kurz, da uns die Wolken sichtbar verfolgten.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Der nächste Stop wurde erst an einer Tankstelle kurz vor Liechtenstein eingelegt. Wir wollten eher Strecke machen, anstatt noch während der Fahrt heute nass zu werden. Unsere Mittagspause fand im "Goldenen M" in Liechtenstein einen guten Platz. Teurer als in Deutschland, klar, aber der Geschmack ist immer gleich und da kann man nix falsch machen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Kurz vor 15 Uhr näherten wir uns mit großen Schritten unserem Tagesziel. Wir waren mitten auf dem Faschinajoch unterwegs, einzelne blaue Flecken waren noch am Himmel zu erkennen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nach dem Faschinajoch kam noch die super fahrbare Landstraße von Damüls bis nach Au im Tal der Bregenzerach. Blinker rechts und die letzten 40 Kilometer bis zum Schönauer Hof lagen vor uns.

    Ein paar Kurven bekamen unsere Reifen noch zu sehen, und zwar am Hochtannbergpass.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Und dann natürlich die wunderschöne Landstraße durchs Lechtal mit ihren langen Kurven und tollen Ausblicken.

    Um 16.30 Uhr kamen wir am Schönauer Hof an, ohne einen einzigen Tropfen Regen. Die frühe Abfahrt hatte sich definitiv gelohnt. Das Stiefelbier konnten wir erst nach dem Check-In bestellen, da die Zapfanlage erneuert wurde und nun mit der Zimmernummer Getränke ausgibt und gleich auf die Rechnung setzt.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Als wir unsere Zimmerschlüssel hatten, tranken wir unser Bier und begaben uns zum duschen und noch ein bisschen ausspannen in die Zimmer.

    Um 18.30 Uhr gab es dann schon ein leckeres 4-Gänge-Menü mit Salat, Suppe, Hauptgang und einem genialen Schokoladenkuchen als Nachtisch. Den restlichen Abend verbrachten wir in der Bar, quatschen noch mit Siggi und spielten noch ein paar Spiele, bevor um 23.30 Uhr die Zapfhähne geputzt wurden und wir uns in die Zimmer zurück zogen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


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    Tag 10, Montag

    Holzgau - Esslingen; Fahrzeit: 4 Stunden, 30 Minuten; Streckenlänge: 281,3 Kilometer


    Sonnenschein und ein geniales Frühstücks-Büffet, bei dem jeder Biker satt wird, was braucht man morgens mehr? Ok, vielleicht noch nen Tee oder Kaffee, aber dann muss es auch reichen!

    Zum Frühstück gingen wir früh, da für den Nachmittag schlechtes Wetter mit Gewittern und sonstigen unangenehmen Dingen vorhergesagt war. Somit wollten wir früh los, um früh anzukommen, und dem ganzen zu entkommen Nach dem Frühstück zahlten wir die Zimmer, packten alles zusammen, fuhren die Mopeds aus der Garage und beluden die Koffer mit den Taschen und die Sitzbänke mit den Gepäckrollen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Der "direkteste" Weg nach Hause hatte trotzdem noch knapp 280 Kilometer, aber eine Autobahnfahrt wollten wir vermeiden. Nicht nur wegen der Reifenabnutzung, es machte auch keinen Spaß, stundenlang geradeaus zu fahren. Eine Option bei gutem Wetter wäre nochmal ein Abstecher zum Plansee oder über den Namlospass gewesen. Diese hoben wir uns aber für die nächste Tour auf.

    Wir fuhren das Lechtal Richtung Reutte bis nach Weißenbach am Lech. Hier schloss sich der Kreis unserer Tour. Auf der Hinfahrt kamen wir den Gaichtpass runter, jetzt fuhren wir ihn wieder hoch.

    Auch der Rest des Tages war von der Hinfahrt zumindest zwei der drei noch übrigen Mitfahrer bekannt.

    Wenige Minuten nach dem Gaichtpass kam der Grenzübertitt nach Deutschland, ein erneuter Zwischenstop am Oberjochpass, um zu kontrollieren, ob noch alles so war wie eine Woche zuvor.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir kurvten nach Bad Hindelang, weiter über Immenstadt und Sonthofen, vorbei am Großen Alpsee (diesmal ohne Polizeikontrolle), Isny, Kißlegg und Bad Waldsee.

    Bad Schussenried und Bad Buchau umfuhren wir östlich im großen Bogen, um in Obermarchtal nach Hayingen abzubiegen. Zwiefalten mussten wir wegen einer Umleitung auslassen.

    Ab Hayingen ging es die bekannte Strecke über Gomadingen, Bad Urach, Erkenbrechtsweiler und Kirchheim nach Hause.



    Daheim angekommen wurden erstmal die "Kills" auf der Moped-Front und die Kampfspuren der letzten Tage begutachtet.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus



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    Fazit unserer 10-tägigen Tour:


    Die Truppe, die wir waren, hat meist gut harmoniert, klar gab es manchmal Differenzen zwischen den Charakteren, der eine wollte etwas schneller fahren, der andere lieber vorsichtiger, aber wir einigten uns auf ein Mittelmaß, mit dem jeder zurechtkam.


    An Pässen wäre die Option offen gewesen, dass jeder seinen eigenen Fahrstil fährt und man sich an der Passhöhe trifft. Es stimmten aber alle dem gemeinsamen Fahren zu, sowohl aus gruppendynamischer Sicht als auch aus Sicherheitsaspekten.

    Wir waren alle über das Headset miteinander verbunden. Die Verbindung hielt sich zwar auf eine gewisse Entfernung stabil, fuhr aber einer von uns zu weit vornedraus, riss die Verbindung ab und die Person war nicht mehr kontaktierbar.

    Hatte dann zur Folge, dass der Erste in der Gruppe (meist Markus), keine Ansagen mehr zu Kurven-Beschaffenheit oder entgegenkommenden Autos machen konnte.

    Natürlich übernahm dann der Erste diese Aufgabe, aber war der eben zu weit weg, brachte es auch nichts.


    Pausen und Fotostops planten wir nach Gefühl und passenden Haltemöglichkeiten spontan ein. War auf dem Pass ein Parkplatz mit einem schönen Ausblick oder Blick auf die gefahrenen Kurven, lohnte sich ein kurzer Stop.

    War es etwas unübersichtlich, besprach man sich kurz übers Headset und suchte einen geeigneteren Platz, um eine Pause einzulegen.


    Trotz unterschiedlicher Fahrstile, Motorräder und auch unterschiedlich langer Erfahrung beim Bewegen von Zweirädern auf allen möglichen Untergründen, bei allen Wetterlagen und in engen wie weiten Kurven und Kehren, fuhren wir immer sicher und im Rahmen unserer Möglichkeiten.


    Wovor man aber nie geschützt ist: Vor der Unachtsamkeit und Leichtfertigkeit anderer Verkehrsteilnehmer, egal ob hinter einem oder vor einem, oder gar nicht mehr präsent.


    Ob sie einem auf der eigenen Spur entgegen kommen, mit zu geringem Abstand und gefährlich bis lebensmüde überholen, oder nicht aufräumen (Dinge oder Stoffe liegen lassen, die einem dann und wann zum Verhängnis werden können), bleibt meist nur eine Möglichkeit übrig:

    So zu fahren, dass man im Sichtbereich seiner Geschwindigkeit sicher anhalten kann und sich und auch die Nachkommenden nicht gefährdet. Was manchmal nicht möglich war und auch nicht möglich sein konnte.


    Die Tour war super, jeder hatte seinen Spaß.

    Einige Dinge können für die nächste Tour beibehalten werden, manches muss geändert werden, im Großen und Ganzen war es eine "erfolgreiche" Woche mit vielen Eindrücken und vielen neuen und persönlichen Er"FAHR"ungen.



    Danke an Markus für die Planung, Organisation und

    Ausarbeitung und danke den Mitfahrern Tobi, Jan und Patrick für die

    Bereitschaft, dieses Abenteuer mitzuerleben und zu etwas Unvergesslichem

    gemacht zu haben.


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    Gefahrene Pässe auf der Tour:

    Meereshöhe

    Pass-Name

    Kehren-Anzahl

    Pass-Länge

    1178m

    Oberjochpass

    10 Kehren

    5 Kilometer

    1082m

    Gaichtpass

    3 Kehren

    3 Kilometer

    1118m

    Plansee

    2 Kehren

    34 Kilometer

    869m

    Ettaler Sattel

    2 Kehren

    4 Kilometer

    Mautstraße Wallgau-Vorderriß

    12,5 Kilometer

    Sylvenstein Stausee

    941m

    Achenpass

    1 Kehre

    31 Kilometer

    1628m

    Gerlos Mautstraße

    17 Kehren

    35 Kilometer

    2506m

    Großglockner

    40 Kehren

    30 Kilometer

    1073m

    Wurzenpass

    4 Kehren

    10 Kilometer

    1611m

    Vrsicpass

    50 Kehren

    21 Kilometer

    2046m

    Mangartpass

    13 Kehren

    10 Kilometer

    1552m

    Nassfeldpass Südseite

    24 Kehren

    12,5 Kilometer

    1428m

    Sauris / Lago di Sauris

    29 Kehren

    31 Kilometer

    1760m

    Razzo-Pass (SP619)

    13 Kehren

    15,5 Kilometer

    1790m

    Ciampigotto-Pass (SP619)

    1809m

    Passo Tre Croci (SR48)

    14 Kehren

    11 Kilometer

    2236m

    Passo di Giau

    56 Kehren

    20 Kilometer

    1875m

    Campolongopass

    17 Kehren

    10 Kilometer

    1987m

    Würzjoch

    20 Kehren

    22 Kilometer (teilw.)

    1745m

    Karerpass

    7 Kehren

    16,5 Kilometer

    1363m

    Mendelpass

    18 Kehren

    23 Kilometer

    1884m

    Passo del Tonale

    5 Kehren

    18 Kilometer

    1892m

    Passo del Mortirolo

    51 Kehren

    22 Kilometer

    2757m

    Stilfser Joch (Südseite Bormio)

    33 Kehren

    19,5 Kilometer

    2503m

    Umbrailpass

    34 Kehren

    13 Kilometer

    2149m

    Ofenpass

    6 Kehren

    35 Kilometer

    2383m

    Flüelapass

    19 Kehren

    25,5 Kilometer

    1514m

    Faschinajoch

    12 Kehren

    19 Kilometer

    1675m

    Hochtannbergpass

    6 Kehren

    6 Kilometer




    Die Tagestouren sind als GPX in der angehängten Zip-Datei in Teil 1 der Tour verfügbar.

    Juni-Tour 2019 - Teil 1 mit GPX-Zip-Datei

    Juni-Tour 2019 - Teil 2


    Link zur Homepage vom Hotel Schönauer Hof



    Die Linke zum Gruß

    Markus

    Weiter geht's mit Teil 2 der Juni-Tour :)



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    Tag 6, Donnerstag

    Nassfeld - Kolfuschg; Fahrzeit: 5 Stunden, 2 Minuten; Streckenlänge: 268,6 Kilometer


    Da die Tanks gestern bis auf die Reserve genutzt worden waren, mussten wir heute erstmal nach Tröpolach auf die österreichische Seite, um zu tanken, um dann den kompletten Nassfeld-Pass genießen zu können. Abfahrt an unserer Unterkunft war verhältnismäßig spät um 10.30 Uhr. Der genannte Genuss des Passes endete jäh nach 2 Kilometern auf der italienischen Seite in einer Kurve eines Ladeplatzes für Schnittholz. Von Markus kam übers Headset nach einem Rutscher seines Hinterrades noch der Schrei: "Achtung, Splitt!". Doch leider zu spät.

    Jan war direkt hinter ihm und nahm die Splitt-Fläche komplett mit. Der Hinterreifen rutschte unter dem Motorrad weg, bekam wieder Haftung und schleuderte Jan inklusive dem Tankrucksack auf die Straße. Das Motorrad blieb auf der Seite liegen und alle suchten sich erstmal einen sicheren Standplatz.

    Markus machte sich direkt an die Sicherung der Unfallstelle mit seinen auf den Koffern aufgeklebten Warndreiecken und Warnwesten, die daneben gelegt wurden.

    Paddy und Tobi kümmerten sich um Jan und das Moped.

    Jan hatte einfach nur einen riesen Schock bekommen, wenn das Motorrad mal nicht das machte, was man von ihm will. Hose, Jacke, Stiefel und Tankrucksack waren beschädigt, ein Seitenkoffer etwas angekratzt und eingedellt, Blinker, Lampenmaske, Spiegel und Bremsflüssigkeitsbehälter verkratzt und die Gabelholme verdreht, was eine Weiterfahrt unmöglich machte. Desweiteren sahen wir, dass beim Bremssattel Flüssigkeit austrat. Dieses Problem war aber das eher kleinere und mit einem Inbus-Schlüssel schnell behoben.

    Zum Glück war Jan seit Januar ADAC-Plus-Mitglied, somit wurde ein Abschleppwagen organisiert, der aber eine gute Stunde bis zur Unfallstelle brauchte.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Während der Wartezeit auf den Abschlepper organisierte Tobi seine Termine der nächsten Wochen, Paddy checkte die sich nach hinten verschiebende Ankunftszeit und Markus kehrte mit einem Tannenzweig die Splitt-Flächen von der Straße. Jedes Mal, wenn Motorräder um die Kurven kamen, winkten wir gemeinsam wie wild, um sie zum Bremsen zu bringen und symbolisierten, dass die Straße eventuell glatt sein kann.

    Der Fahrer des Abschleppwagens, der dann irgendwann mal da war, sprach immerhin gebrochenes Italienisch-Deutsch und wir konnten ihm verständlich machen, dass er losfahren kann, und wir dann hinterher kommen.

    Er gab uns eine Visitenkarte, wir gaben die Adresse ins Navi ein und folgten den Ansagen.

    Angekommen an der Werkstatt mussten wir erst noch warten, bis die Mittagspause dort beendet war. Dann klärte die Empfangsdame einige Dinge mit Jan ab, und er musste sich nochmal mit dem ADAC in Verbindung setzen, um den weiteren Verlauf zu organisieren.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Das Ende des Telefonats war dann, dass der ADAC einen in Rosenheim stationierten Transporter schickte, welcher aber erst nach fünf Stunden da sein würde. Jan gab uns sein OK, dass wir fahren durften und nicht mit ihm warten mussten. Also packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren mit 4 Stunden Verspätung unserem Ziel entgegen.

    Die kommenden Kilometer nach der Werkstatt hatten wir dann entlang der Autobahn gelegt, um noch zu einer annehmbaren Zeit abends anzukommen.

    In Ampezzo bogen wir rechts Richtung Sauris di Sotto und den Lago di Sauris ab. Die Straße dorthin führte durch in den Fels gehauene Galerien und Tunnel mit Kopfsteinpflaster. Am Ende der Straße erwartete uns aber die spektakuläre, mindestens 100m hohe Staumauer, über die wir auf die andere Seite des Ufers fuhren. Dort machten wir ein paar Bilder, und versuchten so schnell wie möglich, weiter zu fahren, um nicht zu viel Zeit zu verlieren, die wir sowieso schon verloren hatten. Es war schon 16.30 Uhr.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Über Sauris di Sotto ging es weiter über kleine, schmale Landstraßen und Verbindungswege wie die SP619 und SR48, über den Sella di Razzo und Sella di Ciampigotto bis nach Vigo di Cadore.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Dort wieder unten im Flusstal, mussten wir eine 180° Rechtskurve fahren, um unserem Weg nach Auronzo di Cadore zu folgen. Der Ort bestand hauptsächlich aus Hotels für den Winter, 95% der Häuser hatten verschlossene Fenster und Rollläden. Hinter dem Ort kamen wir in Waldgebiet mit ein paar einzelnen Hütten auf dem Weg.

    Die Straßen wurden zunehmend schmaler und weniger ausgebaut.

    Über den Passo Tre Croci gelangten wir nach Cortina d'Ampezzo, einem bekannten Wintersportort, in dem 2026 die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Durch Cortina führte nur eine Hauptstraße, die uns wenig später direkt auf den Passo di Giau schickte. Kurz vor dem Abzweig zum Pass beratschlagten wir über die Kleidungswahl für die kommenden Kilometer, da es anfing zu nieseln, und während unserer Besprechung immer mehr wurde. Tobi und Paddy entschieden sich für den sicheren Weg mit Gummizeug.

    Viele Kurven und Kehren folgten auf dem Pass kurz nacheinander. Ein Genuss zum fahren, wäre die Straße trockener gewesen. Aber es machte auch so Spaß. Am Passo di Giau fanden wir oben noch große Schneemassen vor und ein Bergpanorama mit einer Lichtstimmung, die ihres gleichen suchte.

    Es war 19 Uhr. Wir ließen es uns aber trotzdem nicht nehmen, ein paar Bilder zu machen
    und schwangen uns für die letzten Kilometer wieder in die Sättel.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Über den Passo di Campolongo gelangten wir von Süden nach Kolfuschg, unserem Tagesziel. Am Hotel angekommen, standen die Motoren gerade, als uns der Besitzer des Hotels nochmal 3 Kehren zurück in eine Pizzeria schickte, da die Küche schon geschlossen hatte. Also kehrten wir nochmal um und fuhren 2km zur Pizzeria, die wirklich lecker war.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nachdem jeder eine Pizza und zwei Getränke zu sich genommen hatte, wollten wir einfach nur noch aus den Klamotten raus.

    Also zurück zum Hotel, Andreas öffnete uns die Garage und wir parkten die Motorräder und luden das Gepäck ab. Kaum waren wir im Hotel, bekamen wir schon die Zimmerschlüssel, mit dem Hinweis, doch gleich wieder in die Bar zu kommen und unser wohl verdientes Stiefelbier zu trinken.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Zum Bier gab's eine Baden-Württemberg-Flagge auf den Tisch, einen Grappa und ein paar Floskeln von Andi und schließlich verabschiedeten wir uns kurz vor 12 ins Bett. Am nächsten Morgen ging es wieder früh los.


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    Tag 7, Freitag

    Kolfuschg - Santa Caterina; Fahrzeit: 6 Stunden, 18 Minuten; Streckenlänge: 321,3 Kilometer


    7.50 Uhr klingelte der Wecker, Markus ging erstmal auf die Terrasse, um die wunderbare Bergluft zu genießen und das Panorama in Bildern festzuhalten.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Der so gut gestartete Tag begann wurde nach dem Frühstück etwas stressig, aber eins nach dem anderen...

    Zum aufstehen hatten wir wunderbares Bergwetter mit blauem Himmel und ein paar feinen, weißen Wolken. Das Frühstücks-Büffet im Speisezimmer war reichhaltig, mit allem, was man als Motorradfahrer für einen gelungenen Tag benötigt.

    Während des Frühstücks wurden wir von Andi schon leicht unter Druck gesetzt, als er uns fragte, in welche Richtung wir denn starten wollten. "Eigentlich über's Grödner Joch und dann über's Sellajoch nach Süden", antwortete Markus. "Kannsch vergessen", meinte Andi dann.

    Die ganzen Polizeiautos und -Motorräder, die während des Frühstücks am Hotel vorbei gefahren sind, haben einzig und allein die Aufgabe, die Passstraße zwischen 10 Uhr und 12 Uhr für Motorradfahrer (und evtl. auch Autofahrer, so genau hatten wir dann nicht nachgefragt) zu sperren. Damit die Rennradfahrer ihre Ruhe auf der Straße hätten und nicht die ganze Zeit von gaskranken Rasern überholt und gefährdet würden.

    Also gut, dann eben ne Alternativ-Route...

    Andi kannte sich zum Glück sehr gut aus und hatte direkt eine Karte griffbereit, auf der er Markus erklärte, wie die Umfahrung aussieht.

    Anfahrt war dann kurz vor 10 Uhr. Nach gut 5 Kilometern legten wir noch einen Kurzstop bei einer Tankstelle ein. Kurz deshalb, weil der Sprit-Preis bei 1,86€ pro Liter lag und wir deshalb nicht volltankten. Der erste Abschnitt der Umfahrung ging erstmal schnurgerade nach Norden bis nach San Martino in Badia, dort bogen wir scharf links ab, um über den Passo del Erbe (Würzjoch) und kleine, schmale Straßen durch die Dolomiten zu kurven.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nach dem Würzjoch war schon 11 Uhr vorbei, und wir befanden uns noch mitten in der Umfahrung. Der ursprüngliche Plan wären 290 Kilometer gewesen, heute wurde es länger...

    Wir trafen in Gudon ein und wandten uns nach Süden, folgten der Straße parallel zur Autobahn und erreichten irgendwann Prato all'Isarco. Hier bog den Berg hoch die SP132 ab. 15 Kehren auf knapp 2 Kilometern Strecke versprachen Spaß ohne Ende. Über kleine Dorfstraßen folgten wir der im Navi eingegebenen Umfahrung und schraubten uns in San Valentino über 11 Kehren wieder hinunter ins Tal. Dann waren wir in Ponte Nova und kamen wieder auf unsere ursprünglich geplante Strecke.

    Vorbei an einigen sehr deutsch klingenden Ortsnamen (Petersberg, Burgstall) hatten wir Bozen großzügig südöstlich umfahren und standen auf einer Straße oberhalb von Tramin an der Weinstraße. Auf Bildern kann man nicht erkennen, wie weitläufig und atemberaubend dieser Blick über's Tal war. Es war um die Mittagszeit und wir beschlossen, bald nach einer Pausenmöglichkeit zu suchen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Unten angekommen war der nächste Waypoint Kaltern an der Weinstraße. Hier bogen wir links ab auf den Mendelpass. Teilweise eine sehr enge, am senkrechten Berg gebaute Straße mit spektakulärer Straßenführung. Die Straßenbauer hatten sich aber damals schon gedacht, dass mit Sicherheit mal Touristen diese Straße nutzen würden und Haltebuchten eingebaut. Hier hatte man einen von Bäumen ungestörten Blick über das gesamte Tal und die ganzen Ortschaften.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Am Gipfel des Mendelpasses fanden wir dann unsere Pass-Aufkleber und einen leckeren Kaiserschmarrn.

    Nach dem Mendelpass kam lange kein sichtbarer Pass mit Berganstieg und Spitzkehren. Die Strecke zeigte uns die italienische Gelassenheit in Form von Bergdörfern und Wiesen mit Vieh oder Bauern, die ihrer täglichen Arbeit nachgingen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir umrundeten den Lago di Giustina südlich, um ab Bozzana mehr nach Westen als nach Süden zu fahren. Über den Passo del Tonale kamen wir dann nach Ponte di Legno, der Südseite des Gaviapasses.

    Hier fragten wir an einer Tankstelle nach, ob der Pass eventuell schon geöffnet ist. Diese Frage wurde uns aber verneint mit der Begründung, dass oben noch zu viel Schnee liegt. Maximal Rennradfahrer könnten hoch und vielleicht auch über den Pass drüber fahren oder müssten sogar laufen.

    Na gut, dann eben noch ein Stück nach Westen. Nördlich von Edolo bogen wir rechts ab nach Monno. Der Passo del Mortirolo lag vor uns. Eine kleine Abkürzung zur Strecke im Tal, die aber schon im Namen etwas Mystisches trug.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Auf der anderen Seite des Passes trafen wir in Santa Maria Maddalena auf die "Strada Statale dello Stelvio", die uns bis Bormio begleitete. Wir querten den Fluss mehrere Male und kamen schließlich um 18.30 Uhr in Bormio an.

    Die Suche nach einem Supermarkt war schnell abgeschlossen. Paddy und Tobi gingen einkaufen, Markus bewachte die Mopeds und stöberte auf dem Handy durch das Internet. Warum, die Erklärung folgt am nächsten Tag.

    Kaum waren die beiden aus dem Laden zurück, wurden die Lebensmittel in die Koffer verteilt und die letzten 10 Kilometer Strecke für den heutigen Tag standen an. Ziel war Santa Caterina Valfurva, in einem Seitental von Bormio gelegen, und ein sehr verschlafenes Wintersport-Dorf.

    Wir suchten erstmal mit dem Navi das Hotel und fanden ein Haus mit spärlicher Beleuchtung und vielen freien Parkplätzen vor. Eine Klingel gab es immerhin. Auf das drücken hin kam ein Mann mit "Steckdosen"-Frisur aus dem Aufzug und sagte uns in gebrochenem Italienisch-Englisch, dass wir in der Garage parken könnten und dann den Aufzug in den zweiten Stock nehmen sollten.

    Froh, endlich vom Sattel absteigen zu können, nahmen wir das Angebot mit der Garage liebend gerne an, stellten die Bikes ab und fuhren erstmal mit dem Aufzug zur "Rezeption". Diese lag etwas versteckt und entfernt vom Aufzug in einer Wohnung. Das Büro war ein großer Küchentisch mit Anbau zur L-Form. Auf einer Seite war Platz für Papierstapel, auf der anderen Seite standen oben Bildschirm, Drucker und EC-Gerät, drunter der PC. Sehr provisorisch. Im ersten Moment "noch nicht so vertrauenserweckend" (O-Ton Tobi).

    Im Appartement sah es dann anders aus: Weiße Wände, frische Farben, schön zusammengestellt. Das einzige Manko waren die von den Vormietern nicht sauber gespülten Küchen-Utensilien.

    Wir holten unsere Gepäckstücke aus der Garage, duschten und kochten und genossen den Abend.

    Laut Paddy war der Tag zwar lang gewesen, aber die Strecken waren genial, so bestätigten es auch Tobi und Markus.


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    Tag 8, Samstag

    Santa Caterina; Fahrzeit: 2 Stunden, 48 Minuten; Streckenlänge: 93,4 Kilometer


    Da heute der zweite "Chill-Tag" auf der Tour war, begannen wir diesen ganz entspannt mit dem Abspülen des Geschirrs vom Vorabend und einer kleinen Bilder-Session draußen. Es war wunderbares Wetter an diesem Morgen, blauer Himmel, frische Bergluft und dazu noch der zweite "Chill"-Tag auf der Tour. Wir hatten heute keinen Stress, wir mussten nicht auf's Moped sitzen, wir konnten tun und lassen, was wir wollten.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Stimmte aber nicht so ganz...

    Tobi benötigte einen neuen Hinterreifen, da der aktuelle bis auf TWI-Markierung runter gefahren war. Nach einigen Unstimmigkeiten, wie wir den weiteren Tagesablauf gestalten sollten (der Plan vom gestrigen Abend war, in die Therme nach Bormio zu fahren), packte jeder Badesachen ein, falls es doch noch was mit der Therme werden würde.

    Also dann auf zur Motorrad-Werkstatt, die Markus am Tag vorher während des Einkaufs von Tobi und Paddy gefunden hatte. Und wir hatten so verdammtes Glück!

    Die Werkstatt hatte einen Hinterreifen in der passenden Größe am Lager (der eigentlich für einen Kunden bestellt war). Dieser wurde bei Tobi montiert und auf unsere Nachfrage, was denn mit dem Kunden nun ist, antwortete der Mechaniker ganz cool: "Der muss dann halt noch 2 oder 3 Tage warten, bis ein neuer Reifen da ist. Ihr wart mir jetzt wichtiger."

    100 Euro, danke, schönes Wochenende. Perfekt gelöst.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Die Information mit dem Restaurant in 3 Kilometern Entfernung, die wir den Jungs noch aus dem Ärmel ziehen konnten, bevor das Tor fürs Wochenende zufiel, war Gold wert gewesen. Die Pasta und Pizza waren verdammt lecker gewesen. Und Essen regt ja bekanntlich auch die Synapsen im Gehirn an, fördert Glücksgefühle, ach egal...

    Jedenfalls kam Paddy mit der Idee, spontan auf eine kleine Geocaching-Tour zu "fahren". In der Nähe waren einige Cache-Points, die man gut mit dem Moped erreichen konnte. Somit hatte sich die Therme vorerst mal verabschiedet und wir konzentrierten unsere Sinne auf Landkarte und Navi, um die versteckten Caches ausfindig zu machen.

    Der erste war knapp 4 Kilometer oberhalb des Restaurants am Fuß eines Skigebiets. Unter einer Brücke fanden wir ihn. Die Cache-Karte zeigte noch einen Cache, wenige Meter entfernt an. Also liefen wir über die Brücke drüber und kamen an ein ehemaliges Fort oberhalb von Bormio. Die Bergwelt außenrum und die gezuckerten Bergspitzen sprachen ihre eigene, mächtige Sprache. Dieser Cache war allerdings etwas schwieriger zu finden, da sich die Umgebung leicht geändert hatte. Aber wir wurden fündig und trugen Paddys Kürzel und das Datum ein.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Zurück bei den Mopeds wurden die nächsten Caches geöffnet und die Koordinaten ins Navi eingegeben, um den Weg dorthin zu finden. Es ging den Berg wieder runter und nochmal am Restaurant vorbei, da wir etwas weiter nach Westen mussten.

    An der Hauptstraße angekommen wandten wir uns nach rechts und 300 Meter später schon wieder nach links, um den Berg und die schmalen Sträßchen in die Dörfer unter die Räder zu nehmen. 20 Meter vor dem Ortseingang von Degola, einem 20 Häuser fassenden Dörfchen 6 Kilometer außerhalb von Bormio suchten wir den nächsten Cache in einer Mauer, wurden aber trotz Hinweis-Bildern leider nicht fündig. Passiert mal.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Weiter zum nächsten Cache-Point. Dieser lag auf dem Berg oberhalb von Degola. Um dorthin zu gelangen, mussten wir uns in die genialen Kurven des Passo di Fraele schwingen. Die Bilder sprechen für sich und lassen verstehen, warum jeder Biker gerne in die Berge fährt und Aussichten in den Bergen über alles liebt.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Diesen Ausblick und die Kurven genossen wir, machten einen kleinen Spaziergang um die Ruine am Passo di Fraele, von welcher aus der Passweg von Bormio überblickt werden konnte. Die Kurven waren atemberaubend im Anblick von oben. Doch hier noch nicht genug. Der nächste Cache-Point hatte es in sich. Von der Ruine fuhren wir 50 Meter weiter und befanden uns auf einer Schotterstraße, welche aber offiziell war; auch Touristen durften mit den Autos dort fahren. Es trauten sich aber nicht so viele.

    In den Büschen an einer Mauer fanden wir den nächsten Cache. Tobi und Patrick erledigten den Schreibkram, Markus erkundete um die Büsche die Umgebung und fand einen tollen Ausblick in und über das Gebiet am Lago di Cancano.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Auf dem Rückweg mussten wir natürlich auch wieder über die Schotterstraße zurück, Markus und Patrick hatten ihren Spaß. Am vorderen der Seen, dem Lago Scale, fuhren Tobi und Patrick weiter, Markus hielt nochmal kurz an und hielt auch diese einmalige Stimmung auf einem Bild fest.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Der weitere Rückweg führte uns wieder vorbei an der Ruine, die Kurven des Passo di Fraele hinunter Richtung Tal. Tobi meldete schon an, dass es an der Zeit wäre, nach einer Tankstelle zu schauen. In Bormio direkt an der Straße wurden wir fündig. Selbst tanken, auch wenn ein Tankwart da stand, war erlaubt, bezahlt wurde direkt beim Tankwart, welcher auf die Säule schaute und den Betrag auf 5 oder 0 abrundete. Sehr nett.

    Mittlerweile war es 18 Uhr, wir machten uns auf den Weg zurück zur Unterkunft. Doch auch hier war der Weg das Ziel. Markus wollte noch den Gavia-Pass, der direkt hinter der Unterkunft begann, so weit fahren, bis eine Absperrung die Weiterfahrt untersagte. Irgendwann kam die besagte Schranke, aber leider früher als erhofft. Rennradfahrer, die wir überholt hatten, zogen wieder an uns vorbei, schoben ihre Bikes unter der Schranke durch oder hoben sie drüber und strampelten fröhlich dem Gipfel entgegen. Wir schauten ganz schön blöd aus der Wäsche.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Aber was soll's, Patrick sorgte für Aufmunterung. In der Nähe war ein weiterer Cache-Point, und so begaben wir uns samt Mopeds auf die Suche. Tobi hatte sich an der Schranke auf Markus' Moped ein wenig eingesessen und fragte, ob er die nächsten Kurven runter damit fahren durfte. Klar, Markus nahm Tobi's Aprilia und ab ging's. 3 Kehren den Berg runter und dann links auf einen Waldweg. 100 Meter später kam ein kleiner Parkplatz, der aber noch nicht das Ziel war. Wir mussten aber kurz nochmal auf der Karte am Handy spicken. Tobi kam kurz nach Markus und Paddy an, bremste, stellte den Seitenständer aus und legte die Maschine sanft auf den steinigen Waldboden. Der Seitenständer war wieder eingeklappt. Passiert, dafür gibt's Sturzbügel.

    Maschine wieder aufrichten, einmal kurz durchchecken, nix verbogen. Die Maschinen wurden wieder getauscht und auf ging's noch 150 Meter weiter zu einer Hütte am Fuß eines Skigebiets. Im ersten Moment verlassen wirkend, stürmte um das Haus rum gleich ein Jugendlicher, der uns erklärte, dass kein Gastronomie-Betrieb stattfand.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir winkten dankend ab und liefen ein bisschen durch das Skigebiet, um das Versteck des Caches zu finden. Oberhalb der Hütte wurden wir an einem Kreuz fündig.

    Dann traten wir den Rückweg ins Tal an. Paddy war aber nicht zu stoppen und hatte schon den nächsten Cache in Santa Caterina ausfindig gemacht. Am Ende der einzigen Straße durch den Ort lag das Versteck an einer Info-Tafel für Touristen. Noch während Markus und Tobi auf der Suche nach dem kleinen Gegenstand waren, suchte Paddy schon nach dem nächsten Cache in der Nähe und fand noch zwei weitere in einem Seitental hinter Santa Caterina.

    Markus war schon mal hier und wollte sich den Fluss nochmal anschauen. Paddy und Tobi fuhren derweil zu den nächsten Caches. Nach 200 Metern zu Fuß entschied Markus, dass es mit dem Motorrad einfacher und schneller ging, an den Fluss zu gelangen. Somit wurde kurzerhand das Flussbett mit dem Motorrad erkundet. Auch eine kleine Wasserdurchfahrt auf dem weiteren Weg konnte die GS nicht aufhalten.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Über eine kleine Brücke kam Markus wieder auf die normale Straße und folgte Paddy und Tobi.

    Die waren schon einen guten Kilometer weiter auf der Suche nach dem nächsten Cache oben in einem Schildermasten fündig geworden.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Einen hatten wir noch vor uns. Dieser lag nach vielen schmalen Kurven und ein paar Kehren im Wald an einem Wanderparkplatz am gefühlten Ende der Welt. Das einzige, was vorbei kam, war ein Camper mit seinem Bus. Ansonsten Stille und nur das Rauschen des Bachs und des Wasserfalls neben uns. Herrlich.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Als wir den Cache gefunden hatten und ein paar Bilder gemacht hatten, meinten Tobi und Paddy, zurück zur Unterkunft zu fahren. Markus dagegen bewegte beide dazu, noch ans Ende der Straße zu fahren, nachdem sie jetzt sowieso fast am Ende des Tales angelangt waren. Gut, überredet.

    Die Straße ging dann noch gut 2-3 Kilometer, wurde schmäler, schotterlastiger und endete in einem großen, planierten Parkplatz, auf dem wir den Camper wieder trafen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Markus hatte immer noch nicht genug, und wollte noch die letzte Straße erkunden. Das Schild... Welches Schild? War da was? Hmm, egal...

    Die Straße ging vom ebenen Parkplatz in große Schlaglöcher und ebenso große Steinflächen über. Gut 300 Meter verlief die Straße so, dann kam der nächste, nun endgültig letzte Parkplatz. Kurz das Moped abgestellt, 5 Meter hoch zur Staumauer, ein Panorama fotografiert und wieder zurück zum Moped.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Jetzt war es Zeit für's Abendessen. Wir machten uns gemeinsam auf den Rückweg Richtung Santa Caterina.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Einmal kurz im Ort links abgebogen und schon waren wir zurück in der Hotelgarage.

    Der Tag war zwar kurz (streckentechnisch), lang (Fahrtdauer), aber verdammt interessant. Beim Essen überlegten wir, daheim auch mal eine Moped-Cache-Tour zu machen. Caches gibt es in Esslingen und Umgebung genügend, es müssen nur Touren dort hin geplant werden.



    Nur die guten Unterkünfte :)

    Appartements Nassfeld LUX - Nassfeld

    Garni Reutlingen - Kolfuschg (Sellajoch)



    DLzG

    Markus

    Hallo Elke,

    so hatte ich es auch verstanden, nur vermutlich nicht so ausführlich kommuniziert ;)

    Ich hatte mich beim allerersten Mal gewundert, als ich Polarsteps genutzt hatte, dass hauptsächlich nur gerade Linien meine Tour darstellen.


    Ich habe aber auch (immer noch) den ausgeglichenen Modus eingestellt. Also geringerer Stromverbrauch, aber auch nicht ganz so genau.

    Kann ich mit leben, es geht ja hauptsächlich auch drum, den daheim gebliebenen aus der Familie zeigen zu können, wo man sich grade auf der Welt rumtreibt :)


    Und wenn ich dann von einer Reise zurück bin, arbeite ich meistens nochmal kurz nach, oder ich mache es am jeweiligen Tag auf der Reise abends (wenn die anderen schon friedlich im Bett liegen :D), dann kann ich die Steps nochmal umpositionieren, Text hinzufügen, weitere Bilder hinzufügen (die ich während des Tages aufgrund der Datenmenge nicht hochgeladen habe) :)


    DLzG und ein schönes Wochenende

    Markus

    DLzG an die "neue" KK-Community :thumbup:

    um Alex' und Martin's Wunsch nachzukommen und das neue "alte" Forum mit Leben zu versehen, möchte ich meine Juni-Tour 2019 vorstellen :)


    Anfang Juni durfte ich 3 gute Freunde bis nach Slowenien anführen.

    Die Tour war super, das Wetter (wie auf Touren meistens) mal so, mal so.

    Jeder hatte mal ein kleines oder größeres Problem mit dem Motorrad. Gemeinsam konnten wir fast alles lösen.


    Die Tour könnt ihr hier auf Polarsteps nachsehen: Juni-Tour 2019

    Im Anhang sind die Tagestouren als Zip-Datei angehängt.


    Viel Spaß 8)



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    Tag 1, Samstag

    Esslingen - Bad Waldsee; Fahrzeit: 2 Stunden, 12 Minuten; Streckenlänge: 139,3 Kilometer


    In Esslingen starteten Paddy, Jan und Markus mit leichter Verspätung auf die große Tour. Abfahrt war 15.30 Uhr. Die Taschen und Gepäckrollen waren gepackt und verzurrt, die Headsets verbunden, also stand dem Abenteuer nichts mehr im Wege.

    Von Esslingen ging es über Kirchheim unter Teck Richtung Albaufstieg. Vorbei an Römerstein, Feldstetten und Ennabeuren umfuhren wir Münsingen östlich, da wir das Lautertal aufgrund der am Wochenende geltenden Geschwindigkeitsbeschränkung für Zweiräder auslassen wollten.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Östlich von Zwiefalten in Obermarchtal schlugen wir den ziemlich direkten Weg nach Süden ein. Die Straßen führten uns über Bad Buchau und Bad Schussenried auf schönen Landstraßen direkt nach Bad Waldsee. Hier machten wir noch einen kleinen Stadtspaziergang und entlang des Sees.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Dort fanden wir ein tolles, italienisches Restaurant mit Seeblick. Der Verdauungsspaziergang zurück zur Wohnung kam uns dann wie gerufen. Auf dem Weg holten wir uns noch ein Eis und genossen den restlichen Abend.


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    Tag 2, Sonntag

    Bad Waldsee - Stumm im Zillertal; Fahrzeit: 5 Stunden, 10 Minuten; Streckenlänge: 277,8 Kilometer


    Abfahrt am Sonntag war um kurz nach 9 Uhr vom Parkplatz der Wohnung. Der erste Weg war zur Tankstelle, um für den Tag gerüstet zu sein. Von der Tankstelle auf direktem Weg zum Bäcker, wo es ein herzhaft belegtes Brötchen mit einer Limo zum Frühstück gab.

    Der nächste (längere und unfreiwillige) Stop war am Großen Alpsee oberhalb von Immenstadt. Uns kamen schon mehrere Motorradfahrer grüßend, aber mit dem "Achtung"-Handzeichen entgegen. Wenige Meter später erfuhren wir, warum.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Allgemeine Verkehrskontrolle, aber nur für Zweiräder. Jedes Motorrad wurde rausgewunken, die Autos durften weiter fahren.

    Nun gut.

    • Führerschein und Fahrzeugpapiere, bitte.
    • Haben Sie etwas an Ihrem Motorrad verändert?
    • Markus und Paddy: nein.
    • Jan: Das, das, das und den Auspuff.
    • Ok, kann ich mal davon die Papiere sehen?
    • ...Stille
    • ...geschäftiges Suchen


    Blöd nur, dass die Papiere in keiner der üblichen Taschen auffindbar waren. Der Polizist war dann so nett, und ließ uns weiter fahren, mit der Bitte, daheim anzurufen, und die Eltern mit der Suche nach den Papieren zu beauftragen. Denn in Italien könnte es Probleme geben, wenn man kontrolliert wird.

    Bei Markus wurde noch der Vorderreifen aufgrund der geringen Profiltiefe bemängelt, bei Paddy war nix.

    Zwischen Immenstadt und Blaichach fuhren wir auf den Parkplatz eines Industriegebäudes unter das große Dach in den Schatten. Jan rief erstmal daheim an, Markus und Paddy machten eine kleine Foto-Session mit den Bikes.

    Nächster Fotostop war am Oberjochpass: Blauer Himmel, ein paar wenige Wölkchen und top Berg-Panorama, was will man mehr?


    Das Panorama ist leider zu groß zum hochladen, aber ich denke, jeder weiß, wie genial der Ausblick am Oberjoch beim beschriebenen Wetter ist ;)


    Also schnell einen Pass-Kleber gekauft und weiter ging's bei diesem genialen Wetter. In Oberjoch bogen wir nach rechts ins Tannheimer Tal ab, um kurz später die Grenze nach Österreich zu überqueren. Am Ende des Tannheimer Tals erwartete uns der Gaichtpass, dessen letzte Kurve uns im Tal in Weißenbach am Lech wieder ausspuckte.

    Hier hielten wir uns gar nicht lange auf, sondern fuhren direkt weiter nach Reutte in Tirol, vorbei an der allseits bekannten Tankstelle am Fernpass, um die Mopeds Richtung Plansee zu lenken. Dort machten wir erstmal eine ausgiebige Mittagspause.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Auch Kurt, das Krümelmonster, saß mit am Tisch und genoss die entspannte Sitzhaltung.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Gut gestärkt ging es danach weiter über den Ammersattel, welcher auch wieder über die deutsch-österreichische Grenze verlief und an dessen Ende wir uns südlich von Oberammergau wieder fanden. Ein Stück fuhren wir nach Süden, durch Garmisch-Partenkirchen durch, und weiter Richtung Wallgau. Auf dem Weg dorthin wurden wir aufgrund eines Motorschadens an einem Auto mit zehn Minuten Stau in der prallen Mittagssonne belohnt.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    In Wallgau zweigten wir an einer Kreuzung Richtung Vorderriß ab und mussten wenig später an einem Mauthäuschen anhalten, um den Wegezoll von 4€ für die Privatstraße Wallgau-Vorderriß zu entrichten. Eine geniale Straße, mitten im Wald, ohne Mittelstreifen, ohne Begrenzungspfosten, aber mit mehreren Parkplätzen im Wald, von denen wir einen für uns beanspruchten, um die auf den letzten Kilometern und im Stau verlorene Flüssigkeit aufzufüllen und Markus' Kette zu schmieren.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Am Ende der ca. 13km langen Straße erwartete uns das zweite Mauthäuschen, und wenig später fuhren wir zwischen fast blickdichten Büschen parallel zu einem See, dem Sylvenstein-Stausee. Als die Büsche den Blick auf den See freigaben, fühlte man sich direkt nach Kanada versetzt. Ein breites Tal mit dem See, eine große Brücke quer über den See, eingefasst von hohen, zum Teil noch schneebedeckten Bergen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nach diesem Fotostop fuhren wir ohne größere Pausen über den Achensee und den gleichnamigen Pass bis nach Jenbach am nördlichen Eingang des Zillertals, um die letzten Kilometer bis nach Stumm im Zillertal unter die Räder zu nehmen.

    Die Unterkunft hatte eine eigene Garage, ein großes Zimmer mit super Ausblick und lag fünf Gehminuten von einem genialen Restaurant entfernt, welches direkt an eine Metzgerei angeschlossen war, und somit qualitativ sehr hochwertiges Essen anbot.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


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    Tag 3, Montag

    Stumm im Zillertal - Ebene Reichenau; Fahrzeit: 5 Stunden, 4 Minuten; Streckenlänge: 288,6 Kilometer


    Der Blick aus dem Fenster offenbarte strahlenden Sonnenschein, blauen Himmel, leicht gezuckerte Bergspitzen und sehr angenehme Temperaturen, um in den Tag zu starten.

    Abfahrt war pünktlich um 9.30 Uhr auf dem Vorplatz unserer Unterkunft.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Den restlichen Teil des Zillertals nach Süden brachten wir relativ schnell hinter uns. Dann wartete schon der erste Pass des Tages, der Gerlospass.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nach einem kurzen Stop an der Mautstation und einem Stempel auf das Vorverkaufsticket ging es die schönen, lang gezogenen Kurven der Gerlos-Mautstraße den Krimmler Wasserfällen entgegen. Diese sahen wir aus der Ferne und fuhren auch direkt weiter, denn unser vierter Mitfahrer Tobi erwartete uns in Bruck an der Großglockner-Straße. Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns direkt auf den Weg zur Mautstation der Großglockner-Hochalpen-Straße.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Viele Motorräder standen auf den Parkplätzen direkt vor der Station, da sie alle noch Tickets kaufen mussten. Wir hatten unser Ticket schon und konnten direkt zur Schranke vorfahren. Auch hier ein Stempel und die geliebten Pass-Aufkleber für den Seitenkoffer und ab ging's. Die Straße ist ein Gedicht für jeden Motorradfahrer. 30 Kilometer, 40 Kehren, Panoramen im Hochgebirge, besser kann ein Tag nicht laufen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir machten erst kurz unterhalb der Passhöhe den ersten Stop, da wir die unteren Kurven und Kehren genießen wollten. Auf dem Parkplatz gab es eine kurze Foto-Session mit den Mopeds vor dem Schnee, dann fuhren wir noch ein paar Kurven weiter zum Fuscher Törl, dem nächsten, bekannten Punkt auf dieser Straße.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Hier fanden wir einen netten Herrn, der ein Foto von uns vor dem Großglockner machte.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir waren aber noch immer nicht am höchsten Punkt der Straße angelangt, auch wenn es den Anschein hatte, da die Straße auf beiden Seiten des Fuscher Törls abstieg. Also schnell in den Sattel und weiter Richtung Hochtor-Tunnel, dem höchsten Punkt der Großglockner-Hochalpen-Straße mit 2506m.

    Kurz vor dem Tunnel war auf der rechten Seite ein Parkplatz, der freigeräumt war. Wir parkten die Mopeds direkt vor dem Schnee und realisierten erst in 10 Metern Entfernung, wie hoch der Schnee hier noch lag.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Ein paar Bilder und weiter ging's durch den an den Wänden vereisten Tunnel auf die andere Seite des Berges. Hier standen so viele Autos, dass wir direkt weiter fuhren, denn unser nächster Zwischenstop lag auch noch auf der Hochalpen-Straße: die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, welche zwei Tage vorher zum Glück zum Befahren freigegeben wurde. Von hier hatte man einen wunderbaren Blick auf den leider schon sehr klein gewordenen Gletscher und die umliegenden Bergspitzen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Im Touri-Shop haben sich Jan und Markus dann noch die Special-Kleber gekauft und viel Ramsch gesehen. Tobi und Patrick genossen während dessen die Sonne und die Höhenluft von Kärnten. Es war kurz vor 14 Uhr und so langsam knurrten die Mägen lauter als die Motoren in der Motorbremse den Berg runter brummten.

    Da Markus schon mal in dieser Gegend Österreichs war, führte er die Gruppe zielstrebig zum Mölltaler Hof in Rangersdorf. Vom Mölltaler Pfännle bis zu Schlutzkrapfen landete alles auf dem Tisch.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Gut gestärkt ging es an die letzten 100km des Tages. Die waren entspannt auf Landes- und Bundesstraßen zu fahren. Durch Seeboden am Millstätter See durch, fuhren wir die Straße entlang des Millstätter Sees, um in Döbriach nach Nordosten abzubiegen und über Radenthein und Bad Kleinkirchheim nach Patergassen und schließlich Ebene Reichenau zu kommen. Dort fuhren wir an der Unterkunft vorbei zur nahen Tankstelle und direkt danach noch zum Supermarkt, da hier unsere erste Selbstversorger-Unterkunft war.

    Den Abend verbrachten Tobi, Paddy und Markus zuerst in der hauseigenen Sauna, danach kochten wir uns das im Supermarkt gekaufte, tranken jeder ein Bier und fielen später vom Essen und den Eindrücken des Tages gelähmt ins Bett.


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    Tag 4, Dienstag

    Ebene Reichenau - Nassfeld; Fahrzeit: 6 Stunden, 6 Minuten; Streckenlänge: 298,6 Kilometer


    Während alle anderen noch gemütlich im Bett lagen, machte sich Markus auf einen kurzen Gang zum Bäcker im Supermarkt, dann frühstückten wir alle und packten unser Gepäck zusammen und auf's Bike. Abfahrt war wie am Tag vorher um 9.30 Uhr.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Für unsere heutige Strecke mussten wir erstmal einen kleinen Zacken vor Villach schlagen, um nach Süden zu gelangen. Durch Villach durch war der Verkehr zwar Hölle, weil es Dienstagmorgen war und alle auf dem Weg zur Arbeit waren. Als wir Villach endlich hinter uns hatten, waren die Motoren warmgefahren, und wir konnten den ersten Pass des Tages, den Wurzenpass, unter die Reifen nehmen. Die österreichische Seite der Straße war gut in Schuss, sobald wir die Grenze zu Slowenien passiert hatten, wurde der Asphalt merklich schlechter, er ging in Schlaglöcher über.

    In Slowenien fuhren wir nur knapp 2 Kilometer lang eine gerade Straße bis nach Kranjska Gora, bevor das Navi nach rechts den Berg hoch verwies und wir den Vršič-Pass vor uns hatten. 50 Kehren auf 21 Kilometern sprechen für sich und sind auch genauso anstrengend, wie es klingt. Vor allem aufgrund der besonderen slowenischen Straßenverhältnisse, welche von asphaltiert über Kopfsteinpflaster in Kurven bis zu 20 Zentimeter hohen Bodenwellen reichten. Aber wir meisterten gemeinsam alles, was auf der Strecke lag.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Die Südseite des Vršič-Passes ohne Blessuren überstanden, befanden wir uns im Tal der Soča, einem türkis-blauen Fluss. Während wir dem Flussverlauf folgten, stieg die Straße schon langsam in die Höhe, wurde kurvig, führte durch einige Ortschaften. Eine Kurve schätzte Tobi falsch ein und kam sehr weit nach innen an den Randstein. Diesen streifte er mit seinem Vorderrad und die Regenrinne schob ihn mitsamt Motorrad Richtung Kurvenaußenseite. Er konnte dieses ungewollte Lenkmanöver des Motorrads noch abfangen, bevor die Leitplanke zu nahe kam. Wir stoppten kurz auf einem Parkplatz, um das Adrenalin loszuwerden und die Reifen und Bremsscheiben auf Beschädigung zu checken. Nichts passiert, nur der Schockmoment saß noch.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir folgten dem Flussverlauf ein weiters Stück, um dann nach Rücksprache mit allen übers Headset nach Norden Richtung Mangartpass abzubiegen. Der Mangartpass selbst ist eine Sackgasse mit einer Gipfelschleife. Dort gelangten wir aber heute gar nicht hin, da noch große Schneewehen die Straße versperrten und gerade von Bagger und Radlader geräumt wurden. Wir schauten uns das Ganze zu Fuß an und genossen die weite Landschaft im Hochgebirge.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Da es schon kurz nach 13 Uhr war und unser Frühstück nicht gerade üppig gewesen ist, vereinbarten wir, unten im Tal nach der nächstgelegenen Kneipe Ausschau zu halten. Wir wurden direkt am Straßenrand bei "Nono's Pizza Grill" fündig. Sehr lecker, genug zum trinken und ein Sonnenschirm über dem Kopf.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Sobald die Pizza verarbeitet war, schwangen wir uns wieder auf die Sättel. Knapp 20 Minuten später der nächste Stop mit Blick in die Richtung, in die wir mussten. Wir entschieden gemeinsam, die Regenklamotten schon mal anzulegen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    8 Kilometer später nochmal ein schneller Zwischenstop an einer Tankstelle mit Berechnung einer Alternativroute bei schlechtem Wetter. Es war eine gute Entscheidung. Sowohl die Regenkombi als auch die Alternativroute. Aus Niesel wurde Starkregen, dann wieder Niesel, dann kam noch Hagel dazu, der hörte wieder auf und verwandelte sich in riesige Regentropfen, dann wieder ein paar hundert Meter Ruhe von oben.

    Gut eine Stunde zog sich das Wetter in dieser Reihenfolge über uns. Die Abkürzung der Tagesstrecke war zwar spannend von der Strecke, wäre aber bei Sonnenschein definitiv schöner gewesen. Die Route verlief irgendwann mal mitten durch den Wald, zwar auf einem geteerten Weg, welcher aber noch den Berg hoch ging und sich mit Kehren durch den Wald schlängelte. Nach jeder Kehre konnte es sein, dass vom Berghang Nadeln oder Laub in großen Mengen und Hügeln auf die Straße gespült waren. Später kam noch Nebel dazu, teilweise so dicht, dass Paddy ganz hinten von Markus zwei Mopeds weiter vorne trotz Warnblinker nichts mehr sah.


    Das spannendste war die Einfahrt in den Ort oben auf dem Bergplateau. Wir kamen aus dem Wald vom geteerten Weg auf Schotter, welcher durch Autos ausgefahren und durch den Regen ausgeschwemmt war. Die Mopeds hatten eine vorgegebene Fahrspur entweder rechts oder links, die Reifen standen teilweise 10 Zentimeter tief im Wasser, das den Berg flussartig runter lief. Um die ganze Weltuntergangs-Stimmung noch zu untermalen, donnerte und blitzte es über uns.

    Das war dann doch etwas zu viel des Guten und wir entschieden, zwischen den Häusern zu parken und einen Dachvorsprung als Regenschutz zu suchen, den wir dann auch fanden.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Eine halbe Stunde standen wir und warteten, beobachteten die Wolken, schauten auf's Regenradar (wenn es der Empfang mal hergab...) und beschlossen dann, als es nicht mehr donnerte, die Fahrt fortzusetzen.

    War dann auch eine gute Entscheidung, der Regen ließ mit der Zeit nach, es wurde trockener, der Himmel blieb aber bedeckt. Als wir endlich unsere unfreiwillige Offroad-Tour im Wald beendet hatten, fuhren wir durch viele italienische Dörfer, um in Gemona del Friuli das zweite Mal nach Norden abzubiegen, diesmal aber Richtung Ziel. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschieden wir uns bis Pontebba für die Strecke parallel zur Autobahn.

    In Pontebba tätigten wir noch unseren Einkauf fürs Abendessen und das Frühstück am nächsten Tag. 33€ für 4 Personen für Abendessen und Frühstück und ein paar Getränke ist für Italien annehmbar. Hinter Pontebba fuhren wir noch den letzten Pass des Tages hoch, den Nassfeld-Pass. Am "Gipfel" rüber auf die österreichische Seite, noch drei Kehren wieder den Berg runter und schon waren wir an unserer Unterkunft.

    Wir wurden empfangen, die Wohnung wurde uns gezeigt, und wir hatten den restlichen Abend für uns, inklusive Sonnenuntergang und einer kompletten Wohnung voller aufgehängter Kleidungs-Einzelteile zum Trocknen und einer Infrarot-Wärmekabine im Bad.

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    Tag 5, Mittwoch

    Nassfeld: Wandern auf den Gartnerkofel


    Heute war unser erster "Entspannungs"-Tag. Entspannung deshalb in Anführungszeichen, weil wir nicht nur untätig in der Wohnung oder auf dem Balkon rumsitzen wollten, sondern die Umgebung am Nassfeld ein bisschen erkunden. Aber immerhin Entspannung vom stundenlangen sitzen auf dem Moped.

    Das Frühstück hatten wir ja am Vorabend schon in Italien besorgt, somit wachten nacheinander alle auf und begaben sich dann irgendwann gemächlich an den Tisch.

    Markus konnte schon eine halbe Stunde vor dem Wecker nicht mehr schlafen, weil alle anderen den Wald rund um die Unterkunft fällen wollten, somit nutzte er die Infrarot-Kabine als Muntermacher am Morgen.

    Um 11.30 Uhr saßen wir schließlich im Sessel-Lift Richtung Gartnerkofel, nachdem alle ihre Sachen für die Wanderung auf den Gipfel zusammengesucht und sich entschieden hatten, ob lange oder kurze Hose bei den Temperaturen auf dem Berg.

    Die Bahn brachte uns von unserer Unterkunft 500 Höhenmeter dem Ziel näher, wir befanden uns dann auf 1915m. Oben angekommen wurden wir schon das erste Mal von dem Panorama auf dieser Höhe erschlagen.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Doch wir wussten nicht, wie das Panorama oben auf dem Gipfel sein würde. Fast 300 Höhenmeter und eine gute Stunde später wussten wir es:

    Atemberaubend.

    Der Blick auf die österreichische Seite zeigte die vereisten Gipfel der Hohen Tauern ebenso wie den Großglockner, der 73km Luftlinine entfernt lag. Von der italienischen Seite zogen immer wieder mit hoher Geschwindigkeit dünne Wolken über den Gipfel.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Nach einer ordentlichen Bergsteiger-Mahlzeit mit Landjäger und Kaminwurz'n und ein paar schönen Bildern machten wir uns wieder an den Abstieg zwischen großen Geröllfelder und den noch übrigen Schneemassen. Wieder an der Gipfelstation des Lifts angekommen wurden auch noch ein paar Bilder geschossen, ehe wir uns (dem normalen Ski-Gedanken entgegen) in den Lift setzten und den Berg wieder runter fuhren.

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Da wir noch nichts zum Mittagessen hatten, liefen wir vom Lift zur Wohnung zurück, schnappten uns die Motorradschlüssel und Helme und fuhren ein kleines Stück den Berg hoch, um oberhalb des Nassfelds in einem Gasthof einen Platz mit Ausblick zu ergattern.

    Während wir auf das Essen warteten, zogen dunkle Wolken auf und es donnerte. Die Ansage eines Ortskundigen auf unsere Frage wie lange das Wetter noch bräuchte, bis es hier wäre, ließ uns in leichte Fress-Panik verfallen: 12 Minuten! So schnell kann doch kein normaler Mensch ein Tiroler Gröstl mit Spiegelei verdrücken...

    Juni-Tour 2019, (C) Markus


    Wir aßen schneller, aber ließen uns dennoch nicht hetzen und beobachteten mit einem Auge immer die Wolken. Kaum waren die Teller fertig, zahlten wir direkt und machten uns auf den Weg zurück zur Unterkunft, um nicht doch noch vom Regen überrascht zu werden. Die Wolken kamen rasch näher. Es regnete aber den ganzen Abend keinen Tropfen.

    Während wir die Wolken beobachteten, berieten wir uns über das noch ausstehende Abendessen. Es musste noch eingekauft werden.

    Markus erklärte sich aufgrund seiner wasserdichten Motorrad-Kleidung bereit, zum Supermarkt zu fahren, der im Tal lag. Als der Speise- und Einkaufsplan stand, machte er sich auf den Weg. Der Supermarkt direkt in Tröpolach hatte aber genau an diesem Tag nachmittags geschlossen. Von einem Barbesitzer gegenüber wurde der nächste Supermarkt in Hermagor, 8km entfernt, empfohlen.

    Also auf nach Hermagor. Beim Supermarkt angekommen wurden in der whatsapp-Gruppe erstmal Bilder von allem geschickt, was die Entscheidung aller erforderte, z.B. die Auswahl des Bieres oder sonstiger Getränke. Als das alles geklärt war, kam nach dem Bezahlen dann die Frage auf: wie transportiere ich auf dem Motorrad Bierflaschen? Koffer auf, 12er-Träger rein, restliche Einkäufe außenrum zum polstern und Koffer zu. Eigentlich ganz einfach.

    Wagen zurück und ab ging's zurück zur Unterkunft. Auf dem Weg dorthin noch ein kurzer Tankstop in Tröpolach, und dann mit Freude die Kehren im Wald hoch, um das Abendessen zu ermöglichen und gekühlte Sachen nicht zu lange ohne Kühlung zu lassen.

    Die Jungs standen schon in der Tiefgarage, um die Einkäufe in die Wohnung zu tragen.

    Paddy und Tobi kochten, Markus machte die Abrechnung der letzten Tage und Jan ließ sich von allem berieseln.

    Durch die viele frische Höhen-Luft waren alle ziemlich platt nach dem Essen. Dennoch wurde die Infrarot-Kabine zur Entspannung genutzt.



    Das war die erste Hälfte unserer Tour.

    Die zweite folgt im zweiten Bericht.


    Freut euch darauf ;)

    DLzG Markus

    Ich habe die App auch installiert, teilweise klappt das aber nicht mit dem tracken und nachverfolgen. Bei Tourstart auch die App gestartet, trotzdem fehlen teilweise bis zu 100 km bei einer 300 km Tour. Bei anderen Touren klappt es wieder perfekt??

    Hi Rhena,

    also vor Tourstart schon GPS an und dann die App gestartet?


    Mir haben jetzt im September bei der Balkan-Tour auch ein paar Kilometer gefehlt.

    Kommt aber einfach daher, dass der GPS-Empfang nicht dauerhaft wie beim Navi genutzt wird. Wenn mal wieder ein Mobilfunkmast in der Nähe ist, wird der nächste GPS-Punkt gesetzt.

    Damit ist es klar, wenn du die Route vom Navi und die Route aus PolarSteps übereinander legen würdest, dass die sich nur an ein paar Punkten schneiden werden und nicht komplett den gleichen Verlauf haben.


    Darauf zielt PolarSteps (wie der Name schon sagt: Steps) auch ab:

    Die Route in einzelnen Schritten tracken mit möglichst wenig Akku-Verlust. Je nach gewählter Einstellung (GPS+Mobile Daten) kann dann natürlich die Akku-Leistung variieren, aber das ist jedermanns persönliches Ding.

    Würde die App das gleiche machen, wie die Route auf dem Navi aussieht, müsste sie dann doch PolarRoutes heißen :)


    Viele Grüße aus Esslingen

    Markus