Beiträge von padde

    Tut mir leid dass du von rücksichtslosen Motorradfahrern "belästigt" wurdest. Ich fahre selbst bei weitem nicht soviel Fahrrad, und wenn dann fast nur in der Stadt bzw. auf Rad- und Feldwegen. Da ist mir das noch nie untergekommen.


    Zu Bifs Leserbrief kann ich aus erster Hand - wir sind letzte Woche zusammen gefahren - sagen: Stimmt, die beiden fahren äußerst rücksichtsvoll, da gibt es absolut nichts zu beanstanden. Deshalb kann ich auch Bifs Reaktion auf dein Posting verstehen. Wenn man sich absolut korrekt verhält, und dann sein Bild in der Zeitung wiederfindet, als Negativbeispiel, bleibt das im Gedächtnis. Und dann ist das vermutlich für lange Zeit ein Reizthema für einen.


    Ich habe lang im Ausland gelebt. In einem Land das bis vor Kurzem als Entwicklungsland galt. Aus der Zeit könnte ich abendfüllend Geschichten aus dem Straßenverkehr erzählen. Z.B. wie einem Laster zwei Autos vor mir ein Sack Zement auf die Autobahn fiel, und wie der Fahrer, nachdem ihm ein überholendes Auto gestikulierte dass er Ladung verloren hatte, dieser seelenruhig an den Rand fuhr, und sich dann auf den Weg machte, den Sack von der mittleren Spur zu holen. Oder wie ich nachts auf der Autobahn eine Vollbremsung machen musste, weil ein Opa über die 10-spurige, unbeleuchtete Autobahn ging... ich glaube, hätten mich dort pro Stunde 10 laute Motorradfahrer mit 30cm Abstand überholt, es wäre mir gar nicht im Gedächtnis geblieben ;) Nur so als Perspektivwechsel.


    Erhol dich gut, und versuch einfach mehr die Radwege durch Wald und Felder zu nehmen, dann nerven - außer den frisierten E-Bikes - auch keine motorisierten Verkehrsteilnehmer rum :)

    Sieht nach einer klasse Tour aus, und das Zündapp-Museum scheint wirklich eine Reise wert zu sein.


    Witzig, wie klein die Welt ist: Im Fliegerwirt habe ich letztes Jahr auch mal übernachtet, und wir haben auch in der Pizzeria gegessen ^^ Das war nach einem Familientreffen das mein Onkel, der in Mengen wohnt, organisiert hatte.

    Richtig tolle Bilder, Manfred. Auch die junge Dame, die sich nicht vertreiben ließ, passt richtig gut dazu ^^ sieht so nach Meditation aus.

    Thomas CH du siehst in den Videos übrigens auch, dass ich Calimoto auf dem Handy (das per Halterung am Lenker ist, und per USB-C-Kabel von der Bordsteckdose mit Strom versorgt wird) verwende um zu navigieren. Und wie auch im Bericht beschrieben ist damit ein spontanes Umplanen, weil ich dann doch nicht Autobahn fahren wollte, gar kein Problem. Wenn du einen Thread im Technik/GPS Bereich aufmachst zum Thema, mit konkreten Fragen, kann ich dir da gerne noch mehr im Detail antworten :)

    Tag 3:


    Ich bin also wieder allein unterwegs, und das auch noch in Frankreich ;) Aber genau so wollte ich es - so ist es irgendwie abenteuerlicher. Mit der Dame von der Rezeption sprach ich ein wildes Gemisch aus Französisch und Deutsch, und sie ebenso. Elsass eben, da kommt man auch mit ein paar komplett eingerosteten Französischbrocken durch, denn wenn man guten Willen zeigt, können sie auf einmal alle Deutsch ^^


    Das - mit 45 Euro sehr günstige - Zimmer im "Hotel de la Poste" war Motel-ähnlich im Erdgeschoss, die Zimmer(glas)tür direkt zur Hofeinfahrt hin, und sehr einfach ausgestattet. Frühstück ab 7:00, und das wollte ich auch pünktlich so mitnehmen, da ich eine sehr lange Tour vor mir haben würde.


    Gesagt getan, um 7:00 erschien ich maskiert am Frühstücksbuffet. Sogleich wurde mir ein Kännchen Kaffee bereitgestellt, über das ich mich dankbar hermachte.




    Bestens gestärkt konnte es also losgehen. Das Navi zeigte ~460km Strecke an, und da ich noch am selben Abend wieder in Ludwigsburg ankommen wollte, gab es da auch nichts (mit mir selbst) zu diskutieren. ;)


    Meine geplante Tour basierte auf einer Tour die Bif hier in's Forum eingestellt hatte. Plus eben meinem langen Rückweg.



    Wie erwartet war es wieder ordentlich frisch am Morgen (<10 Grad). Dieses Mal wollte ich mir aber den Aufwand mit dem Innenfutter sparen, und zog mir stattdessen die Regenjacke drüber, die sehr gut als Fahrtwindblocker funktionierte.


    Die Rheinebene war trotz beginnendem Berufsverkehr schnell durchquert. Gut im Gedächtnis sind mir die Tempo-30-Stoßdämpfertesthügel, die in den Ortschaften, z.B. Enisheim und Pulversheim, reichlich gesäht waren.


    Nach der Durchquerung von Thann ging es dann los mit den ersten Kurven. Da ich früher mal schlechte Erfahrungen mit der Tankstellendichte in Frankreich gemacht hatte, füllte ich in Kirchberg noch einmal den Tank auf, der mir dann auch bis zur Rückkehr in die Rheinebene locker ausreichen würde.


    Das große Highlight kam dann bereits hinter Sewen, als es an zwei kleinen Weihern vorbei nach oben Richtung Ballon d'Alsace ging. Hier hat einfach alles gepasst: Perfekter neuer Straßenbelag, quasi kein Verkehr, Laubbäume die für Licht- und Schattenwechsel auf der Straße sorgten, und eine tolle Kurvenkombi nach der anderen. Und weil es mir so gefallen hat, gibt's dafür auch wieder ein kurzes Video :)



    Auch oben auf dem Berg war so gut wie nichts los zu dieser Tageszeit. Da ich ja noch nicht lang unterwegs war, fuhr ich direkt weiter. Und auch die Abfahrt war wieder genauso klasse wie die Auffahrt.


    Anschließend "mussten" ein paar verschlafene Dörfer durchquert werden, bevor es dann Richtung Grand Ballon, also dem höchsten Punkt der Tour (und der Vogesen, glaube ich) ging - 1325 Meter.



    Eines der Bistros lud mich zum verweilen ein, und so ließ ich mir einen dritten Kaffee schmecken, während es sich auch langsam - inzwischen war es fast 11 Uhr geworden - zu füllen begann. Als ich meine Maschine abstellte, war sie ganz allein. Als ich wieder losfuhr, standen 7 weitere Maschinen daneben ;)



    Noch kurz ein Foto Richtung Norden, und weiter ging es.



    Auf der Kammstraße entlang hatte ich immer wieder eine wunderbare Aussicht, mal links mal rechts, und überquerte in schneller Abfolge die Berge Mackstein, Breitfirst und Platzerwasel. Dann ging es hinunter nach Munster ("Menschter" stand auch auf dem Ortsschild), um nach Überquerung der Fecht wieder ins Gebirge, und einige weitere schöne Pässe zu fahren.


    Zwischendurch machte ich mir einmal einen Spaß daraus, einen Porsche zu jagen, der wiederum selber einen Lotus jagte ;) Kleines Filmchen...



    In Sainte-Marie-aux-Mines drehte ich (unabsichtlich) eine kleine Ehrenrunde, da ich wohl dem Navi nicht richtig zugehört hatte, und im Kreisverkehr die falsche Ausfahrt nahm.


    Dann kamen auch schon die letzten Kurven der Vogesen (für mich) unter die Räder. Ich tankte in Ribeauvillé und fuhr dann auf die A35. Ich wollte schließlich Kilometer machen. Da fiel mir ein, dass ich zumindest noch ein ganz kleines Souvenir für meine Lieben daheim aus Frankreich mitbringen wollte, weshalb ich bei einem Autohof raus fuhr. Mit dem begrenzten Gepäckraum wurden es dann nur ein paar Madeleines und zwei Lollis - aber besser als nichts :P


    Ich setzte meine Autobahnfahrt bis südlich von Strasbourg fort, und überquerte dann den Rhein. Zurück in Deutschland fragte ich mich, was ich da eigentlich mache! Autobahnfahren mit einem Naked bike:!::?: So eilig kann man es doch gar nicht haben!


    Außerdem tat mir zu dem Zeitpunkt neben dem Allerwertesten auch schon mächtig mein Nacken weh, obwohl ich nur 120 gefahren war. Also erst Mal ein paar Minuten Pause in einem kleinen Park in Offenburg und die Route umplanen.


    Gesagt getan, anstatt wie ursprünglich - maximal zeitsparend - die A5 bis Karlsruhe raufzubrettern, und dann einen neuen Nacken zu brauchen, stellte ich auf "Autobahnen vermeiden" um. So durchquerte ich den Schwarzwald auf schnellstem Wege. Leider geriet ich dann bei Leonberg noch in den Feierabendverkehr, was meine Ankunft noch einmal verzögerte.


    Nach ~460km und fast 8,5 Stunden im Sattel freute ich mich das Motorrad an ihrem angestammten Platz abstellen zu können ^^


    Links zur Tour:

    GPX:


    Vogesen-und-Heimweg.gpx

    (1,25 MB, 8 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    padde Danke für den schönen Bericht. Habe gelesen, daß Du calimoto verwendest, das Programm nutze ich auch. Jetzt meine Frage:

    Ich plane meine Touren am PC und kopiere sie dann ins TomTom. Alles gut. Leider habe ich aber keine Möglichkeit gefunden, um am PC eine Tour "umzukehren".

    Das ginge nur im Mobiltelefon und das verwende ich zum Navigieren überhaupt nicht.

    Weißt Du vielleicht, wie man diese Umkehrung am PC bewerkstelligen kann?

    Ich glaube mir ist auch schon Mal aufgefallen, dass "Route umkehren" nur in der App geht, nicht aber über den Browser. Ist eine seltsame Einschränkung...


    Aber das tolle an calimoto ist ja, dass alles was du auf dem Handy speicherst, sofort auch im Browser verfügbar ist, und umgekehrt. D.h. wenn du die App auf deinem Handy installiert hast, kannst du dort die Route umkehren, speichern, und dann am Rechner im Browser weitermachen. Ist ein bisschen doof, aber zumindest möglich.

    Für mich ist die Frage welchen Nutzen du von calimoto hast, wenn du die App nicht benutzt? Das wäre ja dann "nur" der Algorithmus um kurvige Strecken zu finden, oder?

    Am nächsten Morgen gab es ein einfaches aber reichhaltiges Frühstück im Klosterweiherhof.



    Außer mir waren noch fünf andere Gäste da, das mit dem Abstand halten war also gar kein Problem ;)


    Um kurz vor 10 war ich startklar, und machte noch ein Foto von Maschine + Unterkunft.



    Punkt 10 Uhr kamen Bif Tannen und Didi auf den Hof gefahren. In meinem Übereifer wäre ich schon fast auf's Bike gesprungen, da sagte Bif dass sie schon 1,5h unterwegs waren, und deshalb gern erstmal einen Stopp einlegen würden, Kaffee trinken und so. Was wir dann selbstverständlich auch gemacht haben, und was eine gute Gelegenheit war, sich ein bisschen kennenzulernen. Irgendwie hatte ich beim Hin- und Herschreiben vorab nicht realisiert, dass die beiden gar nicht in der Gegend wohnen, sondern den Startpunkt nicht für sich selbst, sondern für mich ideal für eine optimale Südschwarzwald-Tour gelegt hatten ^^ Volles Engagement, Hut ab!


    Nach dem Kaffee stürzten wir uns dann in die Kurven des Südschwarzwalds. Bif voraus, ich in der Mitte, und Didi stets in meinem Rückspiegel. Eine gemeinsame Tourgeschwindigkeit war quasi ab der ersten Kurve gefunden, und auch die Überholmanöverroutine hatte sich schnell eingespielt - denn die Straßen waren zwar nicht überlaufen, aber auch nicht gerade leer.

    Durch wunderschöne Täler und kleine Schluchten schlängelten sich die Straßen, und ich hatte einen Heidenspaß. Wenn man hinter einem erfahrenen Biker her fährt ist es auch wesentlich entspannter, als wenn man sich selbst orientieren muss. Auch um die passende Geschwindigkeit muss man sich bei einigermaßen ähnlichen Motorrädern keine großen Gedanken machen. So kommt man richtig in den "Flow" :)


    Nach ca. 1/4 der geplanten ~200km Tour machten wir am berühmten Eiscafe in Bonndorf einen Boxenstopp. Hier erfuhr ich auch endlich, was es mit den Anspielungen auf eine vergangene KKT auf sich hat, bei der die eine Hälfte in Bonndorf (47.820024,8.341783) und die andere Hälfte in Bonndorf (47.828809,9.096251) - ca. 1,5h auseinander aufeinander warteten ;) Zum Glück hatte keiner das Bonndorf in Thüringen gemeint, da gibt's auch noch eins!



    Einen Eiscafe später sattelten wir also wieder auf, und es ging nun Richtung Westen. Am Schluchsee machten wir einen kurzen Fotostopp.



    Hier aktivierte ich nun auch meine neueste Errungenschaft, eine an den Lenker geklemmte GoPro. Hier also ein kleines Video, vorbei an typischen Schwarzwaldhäusern, bei bestem Wetter.



    Anschließend fuhren wir einen Teil der Strecke, den ich auch schon am Abend zuvor gefahren war, nun aber in die andere Richtung und ohne Konzentrationsmangel. ^^


    An der Holzschlägermatte-Hütte an der Schauinsland-Rennstrecke, die für uns - weil nicht Wochenende - befahrbar war, machten wir noch einmal eine kurze Rast.



    Talwärts ging es über die Stohrenstraße und Münstertal Richtung Staufen im Breisgau. Dort gab es richtig leckere Torte im gut besuchten Cafe Decker (leider war ich wohl zu gierig, und habe kein Foto gemacht!), und wir gaben uns gegenseitig ein paar Einblicke in unser Leben außerhalb des Motorradfahrens :)


    Dann vertraten wir uns noch kurz die Beine im Ortskern, und erhaschten einen Blick auf die Burgruine. Ich erfuhr auch, was es mit den Pflastern auf einigen Gebäudefassaden auf sich hat...



    Letzter Stopp - bevor es dann auf zum Bikerstammtisch ging - war der Blauen mit seinem großen Funkturm. Leider war es etwas diesig, sodass man Alpen und Vogesen nicht klar erkennen konnte, aber der Blick Richtung Nordosten über die vielen Baumwipfel des Schwarzwalds war doch sehr imposant.



    Gegen 17:30 trafen wir also beim Bikerstammtisch im kleinen Wiesental ein, wo wir dann irgendwann zu acht auf der schönen Terrasse saßen, und bei herrlichem Schnitzel und Salat Benzingespräche führten. Über Bifs Hausstrecke (vermute ich :)) ging es anschließend noch einmal flott durch die Kurven, und ich wurde zur Bundesstraße 3 geleitet. Hier verabschiedeten wir uns, und ich setzte meine Fahrt zur Unterkunft alleine fort.


    Diese hatte ich in Bantzenheim (einem kleinen Ort direkt hinter der französischen Grenze) gebucht, um am nächsten Morgen möglichst schnell in den Vogesen zu sein. Ich stoppte einmal um die Abendstimmung über dem Rheintal einzufangen, und erreichte Bantzenheim um ca. 20:30.




    Links zur Tour:


    Riser


    GPX:



    Tag 2 Suedschwarzwald.gpx

    (238,51 kB, 13 Mal heruntergeladen, zuletzt: )


    (Fortsetzung für Tag 3 folgt).

    Zurück am Rechner daheim möchte ich ein paar Eindrücke der Tour mit euch teilen :)


    Erstmal möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Bif Tannen und Didi bedanken, für die wunderbare Tour die sie geplant haben und dann mit mir zusammen gefahren sind :) Es hat absolut alles gepasst! Das müssen wir auf jeden Fall in irgend einer Art wiederholen.


    Ich bin also am Dienstagmorgen von Ludwigsburg aus losgefahren. Mitten im Berufsverkehr und durch diverse Baustellen war ich froh, nach einigen Minuten endlich dem Stadtgetümmel entkommen zu sein. Auf dem Land angekommen (das ich einfach Mal so "ab Schwieberdingen" definiere) hat auch dankenswerterweise die Verkehrsdichte auf einen normalen Level abgenommen, und das Fahren hat begonnen Spaß zu machen. Allerdings war's ganz schön frostig (~9 Grad). Ich hatte mir zwischendurch sogar meine Winterhandschuhe angezogen, und dass ich noch mein Innenfutter in die Jacke reingefriemelt hatte, zahlte sich aus.


    Mein Plan war gewesen, die schönen Kurven um Gernsbach im Nordschwarzwald mitzunehmen. Was aber weder ich noch calimoto auf dem Schirm hatte: Dort ist die Straße seit April gesperrt. Nicht weiter schlimm, die Fahrt bis zur Absperrung war super, und auf dem Rückweg habe ich dann die erste Pause an einem tollen Aussichtspunkt eingelegt, an dem auch gerade drei holländische Motorradfahrer Rast machten.



    Das Gepäck für meine erste Mehrtagestour hatte ich komplett in meinem (hässlichen aber praktischen) Topcase untergebracht - untenstehend zu bewundern.



    Nächste Station war dann die Schwarzenbach-Talsperre, an der ich mich meines Jacken-Innenfutters und der Winterhandschuhe entledigte, und mir gleich noch ein Eis genehmigte. Wieder tolle Aussicht :)




    (Spätestens jetzt habe ich mir auch so eine tolle Drohne gewünscht, wie Erdna sie immer auspackt und damit diese genialen 360 Grad Panoramen schießt).


    Von den herrlichen Kurven und der Landschaft fasziniert, kam ich irgendwie nicht auf die Idee mal für ein Mittagessen anzuhalten, bis mir dann irgendwann um ~14 Uhr der Magen mächtig knurrte. Nein, so ganz stimmt das nicht. Ich hatte eigentlich geplant am Mummelsee zu Mittag zu essen, aber als ich dort ankam waren Horden von Touristen da. Darauf hatte ich, auch mit Hinsicht auf die Pandemie und so, keine große Lust. Also machte ich kehrt und fuhr einfach weiter.


    Etwas später entdeckte ich ein türkisches Spezialitätenrestaurant (Döner, Pizza) am Straßenrand. Leckere Pizza, Salat und guter Kaffee, das Motorrad im Blick, und keine Menschenmassen weit und breit - was will man mehr? ;)



    Gestärkt ging's weiter. Der nächste Stopp war auf dem Kandel. Die Straße nach oben war ganzschön holprig, da müsste man echt mal was machen. Kein Vergleich mit all den anderen Straßen des Tages. Oben traf ich einen erfahrenen Biker der seit 30 Jahren immer wieder in der Gegend unterwegs ist. Er meinte, dass der Straßenbelag auf dieser Straße quasi schon immer genau in diesem Zustand ist. Das muss man auch erst Mal hinkriegen ;)



    Ich schaute ein Weilchen den Paraglidern beim Starten und Kreisedrehen zu, um dann auf der anderen Seite des Bergs Richtung Kirchzarten weiterzufahren.


    Ab Todtnau merkte ich, dass ich doch schon einige Kilometer im Sattel verbracht hatte, und so langsam die Konzentration etwas nachließ. Ich fuhr also etwas gemächlicher, obwohl die wunderbaren Straßen mit einmaligen Kurvenkombis geradezu zum Kurvenräubern einluden.


    Gegen ca. 18:30 Uhr traf ich dann am Klosterweiherhof ein, den mir Bif Tannen als Unterkunft empfohlen hatte. Bzw. nein, zuerst fuhr ich dran vorbei, um es dann im nächsten Ort zu merken. Konzentration und so... Eine freundliche Dame erwartete mich bereits und zeigte mir das Zimmer. Sogar für die Scrambler gab es eine Garage für die Nacht (das kennt sie sonst gar nicht ;)).


    (dieses Bild des Zimmers entstand erst am nächsten Morgen, passt hier aber besser rein)


    Nach ~360km fiel ich nach kurzer News-Lektüre und ein paar Chat-Nachrichten in's Bett und schlief wie ein Baby. :sleeping:


    Links zur Tour:

    GPX (aus Calimoto):



    Schwarzwald Nord-Sued.gpx

    (1,02 MB, 12 Mal heruntergeladen, zuletzt: )


    (Fortsetzung für Tag 2 + 3 folgt).

    Klasse, dein Blogartikel ^^


    Was mich immer nachdenklich macht, wo ich sehr gerne durch den Wald fahre (weil da auch typischerweise die besten Kurven sind): merken die Tiere dass da jemand angebraust kommt? Bei meinem lärmenden V2 sehe ich z.B. ein paar Spatzen schon bei 30m Abstand von der Straße fliegen. Andere Tiere habe ich (zum Glück) bei meinen Fahrten noch keine gesehen.

    Muss man mit einem geräuschlosen Motorrad dann immer hupend durch den Wald fahren? ;)


    Hat sich Zero dazu was überlegt? Vielleicht irgendwelche Ultraschallemissionen oder sowas? Oder soll man einfach langsam fahren? =O

    Hi Bif,


    herzlichen Dank für die perfekte Vorbereitung!! Ja, das Wetter ist ideal, das freut mich auch sehr. Hatte mir extra noch eine Regenjacke geholt für alle Fälle, aber die teste ich auch sehr gerne auf einer späteren Tour. ^^


    Die Tour sieht klasse aus!! Calimoto sagt "Kurvigkeit 103 von 100". :D Das einzige was mir einfällt: Wir könnten noch einen kleinen Umweg über Mutterslehen machen, da war ich mal als Kind - aber vermutlich erkenne ich sowieso nichts wieder. ;)


    Freue mich auch schon drauf euch kennenzulernen! So, und jetzt fange ich mal an meine sieben Sachen zu packen, dann nochmal kurz die Kette geölt und es kann morgen losgehen! Wir sehen uns übermorgen um 10!


    Patrick.