Viertagestour Kärnten, Steiermark, Slovenien, Friaul, Dolos, Südtirol, Tirol

  • Servas mitanand,


    obwohl die Tour durch insgesamt vier Länder führt habe ich mich entschieden, sie ins Italien-Forum zu packen, da ich dort fahrenderweise die beste Zeit hatte. ;)


    Das Bikerweekend im Hotel Kornock auf der Turracher Höhe stand an. Mein Chef hatte scheinbar nicht vergessen, dass ich meinem letzten Urlaubsantrag Nachdruck verlieh, indem ich ihm die Selektivlötanlage aus der Nähe zeigte und gewährte mir gnädigerweise Freitag und Montag frei. Aus meinem Urlaubskontingent von 2019. ;)


    Das Wetter war an den vorherigen Tagen schon nicht toll gewesen, am Freitag sah mein Regenradar aber leider so


    und der Blick aus dem Fenster nicht viel besser aus:


    Der nicht unerhebliche Regen hätte mich auf dem ganzen Weg bis Innsbruck und darüber hinaus begleitet - worauf ich natürlich keinen Bock hatte und die Route umstellte. Anstatt direkt nach Osten zu fahren, schlug ich zunächst einen Bogen nach Norden und wollte über Starnberg, Bald Tölz und vorbei an ein paar Seen schauen, ob nicht gegen Mittag besseres Wetter wäre, um Gerlos, die Krimmler Wasserfälle und anschließend die Großglockner Hochalpenstraße sowie die Nockalm unter die Reifen zu nehmen.


    Gesägt, tun, getan. Um 7:15 startete ich Scarletts Motor und rollte aus der heimischen Tiefgarage in den Regen. Kurz nach der Grenze wurde es schon besser und hinter Memmingen sah ich dann die ersten Sonnenstrahlen. Nicht, dass diese meine Autobahnfahrt besser gemacht hätten, aber man soll ja für die kleinen Dinge dankbar sein. Bei Türkheim strahlte die Sonne dann durch die Wolken und ich machte einen kurzen Stop, um die schweren Regenhandschuhe loszuwerden.


    Planmässige erreiche ich um kurz nach 9 Starnberg, inzwischen hat wieder leichter Nieselregen eingesetzt. Egal, weiter. Bis Bad Tölz nieselt es vor sich hin, ist aber im Großen und Ganzen ganz angenehm zu fahren. Trotzdem wird es Zeit, sich etwas die Beine zu vertreten und eine Koffeintransfusion vorzunehmen. Bei einem Metzg in der schönen Altstadt

    erwerbe ich sowohl braune Brühe als auch ein Fleischpflanzerl in der Semmel. Der Kaffee ist gut, das Pflanzerl kommt leider aus dem Ofen anstatt der Pfanne und ist nicht ganz der Hit. 2 Sterne. Auf dem Rückweg zum Töff stolpere ich über das originale "Bulle von Tölz" Museeum und schwanke zwischen dem Erwerb von Devotionalen für meine Eltern oder doch lieber einer Knarre.


    Nix da, die Family will kein Bullenfett oder eine Tasse. Noch eine Tschick, dann geht es weiter. Immerhin ist es trocken. Bis zum Sylvensteinstausee bleibt es trocken, leider hängen die Wolken nach wie vor tief und der Photostopp fällt ziemlich kurz aus.


    Da mich die Jause in Tölz etwas mehr Zeit gekostet hat als geplant, gebe ich auf der Zillertaler Straße dezent Gas. Zwischendrin stürzt mal wieder mein TomTom ab, zeigt aber nach dem obligatorischen Reboot immerhin noch eine grüne Linie und der folge ich auch, mit mir reden will die Frau aber nicht mehr. Auch gut, geht ja quasi immer nur geradeaus durchs Zillertal und leicht in Trance bemerke ich beinahe noch nicht einmal den wieder einsetztenden Regen. Irgendwann kommt mir aber spanisch vor, dass es immer weiter nach oben geht und bei Tux gibt es dann einen weiteren Stop um die Lage zu checken.


    Mit zwei von den drei "K"s, nämlich Kaffee und Kippe unterziehe ich TomTom einem Trommelreset. Wie schon öfter kann ich ihn / sie / es nicht überreden, die ursprüngliche Route fortzusetzen. Ich stelle immerhin dank Handy fest, dass ich bereits etwas in der Pampa bin. Also gut: manuelle Route zurück nach Zell am Ziller, durch irgendwelche Hinterhöfe über Gerlos, aber ohne Krimmler Wasserfälle, weiter in Richtung Bruck an der Großglockner Hochalpenstraße. Wenn ich mir das Wetter so anschaue bezweifle ich, dass ich die €25irgendwas für eine nasse Straße und exakt Null Sicht berappen will. Glücklicherweise habe ich ein Kombiticket in der Tasche, das zwei Jahre gültig ist. Wird sich schon irgendwann ergeben. Die Strecken wechseln zwischen "hey, geil" und "OMG". Das absolute Lowlight ist ein Abschnitt bei Hinterwaldberg. Hier besteht die "Straße" eigentlich nur noch aus Löchern, Rillen, Buckeln und noch mehr Löchern. Seeeehr ungeil zu fahren, selbst eine GS hätte hier wenig Spaß.


    Ich beschließe, einen kleinen Abstecher nach Zell am See zu machen und tanken sollte ich auch mal langsam. Gute Entscheidung, denn an der Tanke sind gerade Los Wochos und es gibt 5 Cent Rabatt pro Liter auf die sonst schon günstigen Preise. Dafür kann Scarlett heute dann auch mal Super+ saufen.


    Nur wenige Minuten entfernt, so hat man mir gesagt, gibt es direkt am Krankenhaus einen tollen Aussichtspunkt, von dem man den ganzen See im Blick hat. Also hin da. Leider ist auch hier die Aussicht nicht bombastisch heute.


    Den Glockner hatte ich mir ja gedanklich schon abgechminkt, also weiter durch Pongau und Flachau. Es ist inzwischen trocken und mal wieder in den Hinterhöfen unterwegs entdecke ich neben einigen wirklich schönen Nebenstrecken auch noch das Schloss Moosham, wo ich eine schnelle Tschickpause einlege.



    Da es inzwischen hinreichend trocken ist, weise ich TomTom an, mich nach Innerkrems zu führen und erstaunlicherweise funktioniert das sogar dieses Mal. Durch das Thomatal und Bundschuh geht es dann bei zunehmendem Sonnenschein in Richtung Innerkrems und ich kann Scarlett zum ersten Mal die Zügel lassen. Spaßig. Immerhin schaffe ich nun doch noch ein Highlight der ursprünglichen Tourplanung: die Nockalmstraße. Die Maut ist bereits gezahlt, die Straße ist trocken und es ist 17:30 und somit kurz vor Feierabend. Wenig Verkehr, denke ich. Falsch! In meiner Richtung ist gar kein Verkehr und so kann ich es ordentlich knallen lassen. Das habe ich mir verdient. ;)


    (Irgendwas ist scheinbar bei einem MP3 schief gegangen, deswegen gibt es mal ein paar Minuten Stille. Wird korrigiert, aber bei 6GB dauert der Upload etwas.)


    Nach dem geilen Ritt sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Hotel und so baller ich halt auch noch die Turracher Höhe rauf. Geile Straße. Die kann man einfach nicht langsam fahren... ;)


    Am Hotel erwartet mich schon die Meute, ein bunter Haufen aus sämtlichen Bikerschichten und der Michi ist natürlich auch da.




    Schnell einchecken. Das Zimmer ist gemütlich, das Bad toll eingerichtet und auch das Umfeld weiß zu gefallen. Kann man aushalten.


    Nach einem tollen Abendessen mit einem 3-Gang-Menu verlagern sich dann die Gruppen erst meist nach draußen, später zunehmend an die Bar.


    Das ist mein einziger Kritikpunkt bei der ganzen Geschichte: Abstand halten ist schwierig und scheint außer mir auch keinen wirklich zu interessieren. Mit steigendem Pegel sinken die Abstände weiter und weiter, weswegen ich mich nach einem langen Tag auch zeitig verabschiede um von den tollen Kurven der nächsten Tage zu träumen.


    (to be continued)

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    "Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient." - Bilbo Beutlin

    Einmal editiert, zuletzt von Erdna ()

  • He

    Ein ganz toller Bericht, echt schön geschrieben und alles Richtig gemacht. Zu erst mit der Himmelsrichtung am Anfang / Start der Tour und dann am Abend mit dem Abstand halten! :)

    Du hast es drauf, weiter so!!!

    Viele Grüße Hans-Jürgen :thumbup:

  • Das ist mein einziger Kritikpunkt bei der ganzen Geschichte: Abstand halten ist schwierig und scheint außer mir auch keinen wirklich zu interessieren. Mit steigendem Pegel sinken die Abstände weiter und weiter, weswegen ich mich nach einem langen Tag auch zeitig verabschiede um von den tollen Kurven der nächsten Tage zu träumen.


    (to be continued)

    Hallo Andrä

    Ja, für mich schade das wir uns nicht gesehen haben, wäre spaßig gewesen, dir meine Heimat abseits bekannter Wege zu zeigen.

    Tolle Doku, Hut ab.

    Ich habe deinen Kritikpunkt hier noch einmal herausgezogen und kann nur bestätigen, dass ein gemeinsames Treffen am Abend an der Bar zwecks Abstand sehr schwierig war.

    Dem lieben Rudi (Kornockchef) war das aber auch irgendwie egal, Hauptsache der Rubel rollt, ein zweites Tirol (Ischgl) wäre hier auch möglich gewesen.

    Gott sei Lob und Dank "san ma" alle Gesund aus der Gaudi raus gekommen.

    Falls es nächstes Jahr wieder so ein Treffen geben sollte, und du auch wieder dabei sein kannst/willst dann können wir ja den Trip den ich mit dem Michi am Donnerstag gemacht hatte, wiederholen, hoffentlich ist dann die Panoramica und der Monte Zoncolan wieder befahrbar.

    Bis auf ein Wiedersehen

    LsK McRobi

    Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

    „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

  • Ein wirklich guter Bericht - und eine wirklich schöne Gegend.

    Bei mir inzwischen schon wieder 5 Jahre her, dass ich diese erkundet habe.


    Gibt es zu diesem Event auf der Turracher Höhe eine Website?

    Ich bin gewillt, mich das nächste Jahr Euch anzuschließen.

  • Hi André,

    wieder ein sehr schöner Bericht, tolle Fotos und Film - irgendwann bin ich auch mal dort vor Ort. Vielleicht nicht unbedingt zum Biker-Weekend, dafür aber mit (KK-) Freunden?!

    Beste Bikergrüße

    Elke


    "Umwege erweitern die Ortskenntnis...."

  • (Falls bei den eingebetteten Videos der Sound fehlen sollte, bitte direkt bei Youtube anschauen. Scheinbar klemmt da gerade etwas...)


    Samstag, 04.07.2020 - Tag 2


    Wie üblich gehen bei mir nach ziemlich genau um kurz vor 6 die Lichter an, bzw. die Augen auf. Es herrscht Totenstille und ausnahmsweise, wie sonst bei Touren so üblich, werde ich nicht von Kirchenglocken, Schweinefütterung oder Baustellenlärm geweckt. Herrlich! Noch 20 Minuten döse ich vor mich hin, dann stehe ich auf und begrüße den Morgen. Hallo, erster Tourtag ohne Regen in diesem Jahr!


    Ich schnappe mir die Mavic für eine kleine Flugstunde und ziehe auf dem Weg nach draußen an der glücklicherweise schon betriebsbereiten Kaffeemaschine einen doppelten Cappucino. Da das Forum leider keine 360°-Bilder darstellen kann, müsst Ihr für ein dreh- und zoombares Bild hier (und dann nochmal ins Bild selbst) klicken.



    Um Punkt 07:30 (vorbildlich!) wird das Frühstücksbuffet eröffnet und ich stärke mich mit Rührei, ordentlich krossem Bacon und der einen oder anderen Semmel sowie mehr brauner Brühe für den Tag. Heute ist eine vom Hotel organisierte Ausfahrt durch das Gurktal zum Goggausee und nach Schlagmichtot geplant. Da ich aber gestern nicht mehr getankt habe, werfe ich mich fix in mein Häs und dübel runter nach Reichenau. Nachdem Scarlett ordentlich Saft bekommen hat, stelle ich erneut fest, dass man die Straße wieder rauf zur Turracher Höhe einfach nicht langsam hochtuckern kann. Gut, "kann" bedeutet hier vermutlich eher "will" und "man" definitiv "ich"... da jetzt noch stellenweise den Belag ausbessern und die Strecke reiht sich ziemlich weit vorne bei mir ein.


    Nach weiterer Zufuhr von brauner Brühe und dem einen oder anderen Bezingespräch startet dann mit der Motorradsegnung


    der offizielle Teil und die Ausfahrt. Durch das Gurktal geht es auf einer tollen Strecke über Weitensfeld zum Goggausee, wo Veranstalter Rudi für uns eine Pause im "Badrestaurant" eingeplant hat.


    Unser Tross aus 53 Bikes hatte natürlich eine ordentliche Länge und so dauerte es eine kleine Weile, bis alle eingetroffen waren. An dieser Stelle übrigens ein Dankeschön an die hervorragende Organsisation durch das Kornock Team und Freunde, die nicht nur an Abbiegestellen für kurzzeitige Sperrungen des restlichen Verkehrs sorgten und somit die Gruppe zusammen gehalten haben, sondern auch für die auf Grund einiger Baustellen kurzfristig umzuplanende Tour eine wirklich tolle Alternative zusammengestellt haben!


    Jedoch: das Fahren in einer solch großen Gruppe ist nicht ganz meins und hinzu kommt, dass natürlich auch diverse Harleys dem Pulk angehören. Nichts gegen Harleys an sich (na gut, eigentlich doch, aber das ist ein anderes Thema^^), aber die eine oder andere scheint im laufenden Betrieb Schweröl zu verbrennen und zu dem obligatorischen Geknatter und Geknalle bin ich bis hierher in einer Dunst- und Klangwolke gefahren, auf die ich einfach nicht länger Bock habe.


    Michi , dem es ähnlich geht, und ich haben am Vortag schon kurz über das Maltatal gesprochen und beschließen uns aus dem Pulk auszuklinken. Keine Ahnung, wo er den her hat, aber uns schließt sich ein weiterer Michael an. Natürlich auch mit einer GS. Da muss Scarlett heute mal wieder etwas schwerer ackern, um mithalten zu können. Aber das kennt sie ja schon. ;)


    Wir drei klinken uns also aus, Michi führt die Gruppe und bereits kurz nach dem Start bei Pölling treffen wir den Horst des Tages, der in seinem Tesla solange entspannt dahingleitet, bis Michi ihn überholt. Bei Michael steht er schon leicht auf dem Gas, lässt ihn aber noch passieren und bei mir macht er zu und fährt Kampflinie. Da wir kurz vor einer Kurve sind und ich sein Verhalten nicht einschätzen kann, stecke ich bis zur nächsten Geraden zurück - auf der er dann zeigt, was sein Tesla so an Beschleunigungsvermögen hat. Er mag das ja lustig finden, aber dass er komplett unnötig eine potenziell gefährliche Situation heraufbeschwört ist dem Vogel scheinbar nicht klar. Ich kassiere ihn trotzdem und er sieht einen bestimmten Finger, nämlich meinen nach unten zeigenden Daumen. Absolut unnötige Aktion und anschließend fährt er scheinbar wieder brav seine 70 in einer 80er Zone, denn er verschwindet bald aus dem Rückspiegel und ich schließe zur Gruppe auf.


    Über Feldkirchen cruisen wir entspannt in Richtung Millstätter See, wo wir in Seeboden einen kurzen Tankstop für Michael einlegen. Anschließend übernimmt Michael, der sich hier gut auskennt die Führung und durch das bekannte Liesertal und Michi ist einmal mehr mein Wohlfühl-Wingman. Kurzweilig geht es weiter; ein paar üble Ecken hat die Strecke schon, aber wir alle meistern sie hervorragend, zerschellen an keinem Felsen der auf einmal in die Fahrbahn ragt und auch den bei ÖAMTC Straßentrainings berüchtigte Kanaldeckel nehmen wir problemlos.


    Kurz darauf biegen wir bei Gmünd auch schon ab Richtung Maltatal und die Fahrt bis zur Mautstelle verläuft ereignislos.


    Nach Zahlung unseres Obulus sind wir startklar und dann beginnt der erste richtige Spaß des Tages auf der Malta-Hochalmstraße.



    Falls sich jemand wundern sollte, warum wir da so brutal auf der Gegenfahrbahn unterwegs sind: durch die Ampeln kann man relativ sicher sein, dass kein Gegenverkehr kommt. Restrisiko bleibt natürlich. Wie immer.


    Unser Weg führt uns an einigen Wasserfällen vorbei zur Kölnbreinsperre und die Strecke ist wirklich toll, genau wie die Aussicht von oben hinab.


    Nach einem kurzen Ausflug auf die Staumauer und den Skywalk, unter dem es 180m in die Tiefe geht, soll es dann weiter zur Nockalmstraße gehen. Hatte ich gestern ja erst, aber war geil und da bin ich dann der letzte, der sich beschwert eine tolle Strecke mehrfach zu fahren.


    Auf dem Weg nach unten steht an der Ampel vor einem Tunnel ganz vorne vor uns eine Gruppe Gixxer. Nach kurzer Rücksprache beschließen wir, kurz vor Ablauf des glücklicherweise angezeigten Ampel-Countdowns (Stehtzeit bis zu 20 Minuten!) vorzufahren. Gegen Michi´s und Michael´s GSen und Scarlett haben die eh keine Schnitte. Es gibt zwar leichte Unmutsbekundungen, aber unsere Einschätzung der Lage war natürlich richtig und in den folgenden Serpentinen und engen Kurven atmen die nur noch unseren Staub und schließen erst ganz spät auf der Geraden kurz vor Schloßbichl wieder zu uns auf.


    Wir dagegen biegen bei Gmünd einmal mehr ab in Richtung Kremsbrücke, zahlen an der Mautstation einen durch das Hotel rabattierten Obulus und einmal mehr befinde ich mich auf der Nockalmstraße. Michael hat noch immer die Führung und gast einmal mehr gut an, so macht das Spaß. Wir wundern uns über die Massen an Supermotos, die uns wie Geistesgestörte entgegenkommen, reduzieren alle instinktiv etwas den Pace und kurz vor der Eisentalhöhe erwischt tatsächlich einer der Tiefflieger die Kurve nicht richtig, kommt weit in unsere Fahrbahn und kegelt beinahe Michael raus. Darauf erstmal ein alkoholfreies Bier und wir sind nicht die Einzigen, die sich über die Blödmännner mokieren. Immerhin lässt die Aussicht den Vorfall bald zwar nicht vergessen, aber verblassen.


    Etwas gemässigter geht es nach einem Edelweiss-Alkoholfrei dann runter, Spaß macht es trotzdem und das Deppenrudel haben wir auch hinter uns. Bei Stangenbach biegen wir wieder auf die Turracher Straße und da wir uns hier wieder sicher fühle, kitzeln wir nochmal ein wenig die Reserven unserer Untersätze. Kurz darauf schlagen wir wieder beim Kornock auf und gönnen uns ein, zwei wohlverdiente Stiefelbiere.


    Nachdem Rudi noch einen Zirbenschnaps spendiert hat, verabschieden wir uns leicht angeschickert, um zu duschen und uns für das anstehende BBQ zu zivilisieren. Michi treffe ich kurz darauf wieder, Michael ist der Verlockung erlegen, hat einen gepflegten Schnorchelkopf hingelegt und taucht erst am kommenden Morgen wieder auf.


    Wir genießen das tolle BBQ mit Tomahawk-Steak, Kalb aus dem Smoker, Würschteln, Hähnchenkeulen und diversen, leckeren Beilagen.


    Michi langt ordentlich zu und gönnt sich gleich zwei Portionen wirklich leckerer Kässpätzle, klagt aber am nächsten Morgen über eine schlaflose Nacht. Ja, die Teile liegen wie ein Betonklotz im Magen.^^


    Ich halte mich halbwegs zurück und genieße den Abend auf der Terasse, bis die Sonne untergeht

    und wir uns auf Grund sinkender Temperaturen in die Bar zurückziehen.


    Michi und ich werden halt auch nicht jünger und deswegen ziehen wir uns gegen 21:45 nach einem Zirbenschnaps-Absacker beide auf unsere Zimmer zurück. Draußen tobt scheinbar die Party bis in die frühen Morgenstunden, ein Junggesellenabschied ist auch noch aufgeschlagen. Ich bekomme davon im Gegensatz zu Michi nichts mit, da mein Fenster und Balkon nach hinten rausgehen und weit genug entfernt sind. EIn paar Seiten lese ich noch, im TV läuft zur Berieselung "Independence Day", ein Film den ich normalerweise gern immer mal wieder sehe. Heute aber nicht. Ich bin glücklich und zufrieden und schätzungsweise gegen 22:15 mache ich den Fernseher und das Licht aus und schlummere gefühlt sofort ein. Toller Tag!

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    "Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient." - Bilbo Beutlin

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  • Hallo MacRobi ,


    ich fand es auch schade, dass wir uns nicht getroffen haben. Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder dabei.


    Vielleicht findet sich aber auch eine andere Gelegenheit für uns, in der wir gemeinsam im Friaul unterwegs sein können. Du liebst die Gegend ja und kennst bestimmt tolle Touren, auf die ich im Leben nicht kommen würde. Nur schottern mag Scarlett gar nicht gerne. Die Hufe, Du verstehst?! ;)


    LzG,

    André aka Andrä

    "Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient." - Bilbo Beutlin

  • ......Vielleicht findet sich aber auch eine andere Gelegenheit für uns, in der wir gemeinsam im Friaul unterwegs sein können. Du liebst die Gegend ja und kennst bestimmt tolle Touren, auf die ich im Leben nicht kommen würde. Nur schottern mag Scarlett gar nicht gerne. Die Hufe, Du verstehst?! ;)


    LzG,

    André aka Andrä

    Das kann ich dir versichern, ich habe eine Menge Strecken im Friaul bereits gemacht, die für alle Arten von Motorrädern, Autos und auch Fahrrädern bestens geeignet sind.

    Die "Tour de Friaul-Julisch-Venetien", die ich bereits mit ein paar Freunden aus dem KKC im Jahr 2018 gemacht hatte, war ein voller Erfolg

    Bin immer für solche "Schandtaten" bereit, sofern es meine Freizeit zulässt.

    Wichtig dabei ist für mich nur eines, das sagen meine Jungs auch immer wenn es rauf in die Berge geht:

    "Alle haben sich dem schwächsten Glied anzupassen, gell Papa :D"

    LsK McR

    Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

    „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

  • Hallo André,


    wooow, super Bericht, sehr schöne Bilder und Videos.

    Waren bestimmt sehr schöne Tage und Touren.

    Danke !


    Gruß Reinhold

    Gruß aus der nördlichsten Stadt Oberbayerns.;)

    Immer schön oben bleiben.:thumbup:


    Reinhold

  • Ich habe unser Basislager am Weissensee gebucht und von da können wir nach Slowenien,

    ins Friaul und in Kärnten Tagestouren fahren.

    Im Friaul war ich noch nicht, aber beim Planen ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen.


    Klaus

    Vorfreude ist die schönste Freude, besonders in Zeiten von Corona

  • Servus Klaus, wenn du ein paar Touren für den Friaul als gpx datei brauchst, kann ich sie dir ja zukommen lassen. Einige sollten hier im Thread Italien ja bereits vorhanden sein

    Tour de FJV

    Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

    „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

  • dass natürlich auch diverse Harleys dem Pulk angehören. Nichts gegen Harleys an sich (na gut, eigentlich doch, aber das ist ein anderes Thema^^)


    Hallo André,


    vielen Dank dafür:thumbdown:

    Gruß aus der nördlichsten Stadt Oberbayerns.;)

    Immer schön oben bleiben.:thumbup:


    Reinhold