Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Motorräder....

  • Tja, da können wir uns dann alle mal bei den Kollegen mit frei schaltbaren Klappen, ausgebauten DB-Eatern und prepubertärem Gehabe wie möglichst hochtourig fahren etc. bedanken.


    Habe ich früher schon gesagt und steht auch heute noch für mich: entsprechende Fahrer müssen gezielt gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Also solche Personen einfach nicht mehr mitnehmen und auch vom gesellschaftlichen Anschluss abschneiden. Wenn dann noch die Rennleitung auch mal konsequent Fahrzeuge tatsächlich stilllegt und nicht die Weiterfahrt gestattet, weil das bei einer Heimreise von 100km unverhältnismäßig wäre, wäre vermutlich der erste Schritt getan.


    Analog gilt o.g. natürlich auch für vierrädrige KFZ.

    Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.

  • Wenn man den Verkauf von den Klappen verbieten würde dann wirds schonmal ruhiger.

    Ist doch nur geschäftemacherei, kaufen darf ich aber betreiben nicht. Ist doch blöd. Aber es gibt genug Verrückte die das kaufen.

    Und ohne db Killer, Fahrzeug sofort aus dem Verkehr ziehen. Fertig.

    Aber mit unserer Wattepolitik :?:


    Meint der Klaus

  • Jetzt macht man ein Fass auf wegen dem Motorradlärm, aber auf der anderen Seite lässt der Gesetzgeber Klappenauspuffanlagen zu die den Lärm verstärken auf Knopfdruck genauso wie Soundgeneratoren und weiß der Geier was es noch alles gibt.

    d.h. sie ziehen die Motorräder ausm Verkehr die von ihnen genehmigte Auspuffanlagen dran haben... ah ja … verstehe ich jetzt nicht so ganz, aber egal ich hab ja auch nicht studiert.

    Zum Glück fahr ich legal mit original Tröte rum, aber selbst die ist zu laut wenn man den Lärmdisplays glauben darf - leiser ist nur schieben, aber dann bitte nicht nach Luft hecheln, könnte auch zu laut sein

    "Erst wenn die letzte Strecke gesperrt ist werdet ihr merken, dass sich ein Motorrad in der Garage - egal mit welchem Auspuff - einfach Sche**e anhört..."

  • Die Diskussion gibt es doch schon lange... ich persönlich glaube nicht, dass dieses Vorhaben zu realisieren ist - Stichwort: Diskrimierungen, Einschränkung von Persönlichkeits- und Freiheitsrechten etc.


    Von mir aus gerne die Obergrenze auf unter 85 dB festlegen, und beim TÜV unter kontrollierten Bedingungen bestätigen lassen. In den Papieren eintragen und gut is... Zubehöranlagen müssen zwingend abgenommen werden.


    Dann aber bitte für ALLE: LKW, Flugzeuge incl. Luftwaffe, Porsche und Co. sowie die gute, alte Formel 1...


    Als ob wir keine anderen Probleme hätten... langsam ist es frustrierend als Biker für alles möglich verantwortlich gemacht zu werden.


    Da wird man schon blöd angeschaut, wenn man (wie gestern) ordnungsgemäß mit der GS im 3ten Gang (sehr ruhig und entspannt) mit 30 km/h durch die Ramsau rollt - da musste man eher aufpassen, dass man nicht angeschoben wird. Hauptsache der Papi aus München kann den dicken Q7 mit 6 Oder 8 Zylinder und Soundgenerator zur Schau stellen. Hat bestimmt nur unwesentlich Sprit verbraten... (und Nein: ich bin nicht neidisch auf den Q7... ich warte auf meinen Plugin-Hybrid, der zur Zeit nicht lieferbar ist...)


    Beste Bikergrüße, Michi

    statt Sorgen sollte man sich manchmal besser Nudeln machen... ;)

  • Servus,

    Ich bin der Meinung das es soweit nicht kommen wird, weil sonst müssten man die Sportwagenfahrer auch verbieten.


    Aber wenn man sieht wie viele Motorradfahrer den ein und selben Pass 5 mal in der Stunde hoch und runterballern, das mit sehr hohen und rücksichtslosen Verhalten, habe ich ein bisschen Verständnis.

    Das war letzte Woche Sonntag am Riedbergpass,hauptsache eine fette BMW RR haben, aber einen uralten, mit Klebeband geflickten Lederkombi, dazu so einen Helm der schon mehrere Stürze mitgemacht hat. Solche Leuten hat man das dann zu verdanken das alles gesperrt wird für die normalen Tourenfahrer.


    Liebe Grüße aus Ulm

    Dominik

  • Es ist wie beim Dieselskandal: zugelassene Fahrzeuge müssen fahren dürfen.


    Streckensperrungen für Motorradfahrer an Unfallschwerpunkten insbesondere an Wochenenden sind eine Sache und je nach Sichtweise gerade noch hinnehmbar.


    Ein grundsätzliches Fahrverbot für verkehrstüchtige, dem Serienstandard entsprechende Maschinen dürfte in der Rechtspraxis im Fall von Klagen kaum Bestand haben.

    Dann wären konsequenterweise PKW aus den Oberbayerischen Wochenendhotspots wie Tegernsee und Schliersee ebenfalls auszusperren, da die ausufernde Parkraumnot die Anwohner ähnlich belastet.


    Man kann nur hoffen, daß die Verbände hier rechtzeitig entsprechend Druck aufbauen, um Individualklagen erst gar nicht notwendig werden zu lassen.


    Gruß aus München,

    SirEdward

  • Ja da greift die Besitzstandswahrung die ein generelles einbremsen der DB verbietet. Aber das greift natürlich nicht für Streckensperrungen und das macht es für den Gesetzgeber einfach! Nicht schön weil wir alle darunter zu leiden haben ,aber so wird es kommen. =O Und wie weiter oben hat man ja schon geschrieben wem wir das zu verdanken haben:(

    Viele Grüße Hans-Jürgen :thumbup:

  • .... es kommt auf den Grund für die Streckensperrung an.

    Wie gesagt: zur Vermeidung von Unfällen an Hotspots kann eine Sperrung ein geeignetes und auch zumutbares Mittel sei.


    Eine Streckensperrung für Motorräder aufgrund zu hoher Lärmemissionen ist m. E. nicht zulässig, wenn keine die ABE berührenden Umbauten vorgenommen wurden. Hier wäre, wie vielfach auf Autobahnen üblich, eine Geschwindigkeitsbeschränkung ausreichend.


    Gruß

    SirEdward

  • Es ist wie beim Dieselskandal: zugelassene Fahrzeuge müssen fahren dürfen.


    [...]


    Ein grundsätzliches Fahrverbot für verkehrstüchtige, dem Serienstandard entsprechende Maschinen dürfte in der Rechtspraxis im Fall von Klagen kaum Bestand haben.

    Ähm ja... ich darf mit meinem 2013er Euro 5 Diesel aus München - das Auto ist top in Schuss und hat gerade etwas über 100 TKM runter - nicht mehr in Stuttgart herumfahren, und er hat mal eben ungefähr 1/4 seines Wertes verloren. Soviel dazu.


    Ich hoffe *nicht* dass es so läuft wie beim Dieselskandal... sondern gerechter. Ich hab schließlich keine Abschaltvorrrichtung eingebaut, den Kat ausgebaut, oder sonstige Dinge gedreht um meinen Diesel extra NOx-ausstoßend zu machen. Wurde aber trotzdem "bestraft".

  • Unser System krankt an allen Seiten. Die Polizei hat ja selber keine Lust, weil der Schreibkram überhand nimmt und ernsthafte Aktionen der Politik ausbleiben. Also wird hier pauschalisiert damit man alle unter einem Hut erwischt.

    Damit werden mehr unschuldige erwischt und wir fühlen uns natürlich diskriminiert.

    Mal sehen was noch auf uns zukommt^^

    Nichts ist so beständig wie der Wandel.;):D:thumbup:

  • Ich kann in dem Zusammenhang die hier offenbar verbreitete Meinung nicht teilen, dass die Schuldigen der Misere nur die zu lauten oder zu schnellen Motorradfahrer sein sollen. Mein Zorn richtet sich gegen die Gesetzesvertreter, die es sich viel zu einfach machen wollen und mich mit denen über einen Kamm scheren.


    Ich bin für mich verantwortlich und sonst für keinen hier in diesem Forum. Wenn ich z.B. zu laut oder zu schnell unterwegs bin, ist es legitim, wenn ich meine Strafe nach dem geltenden Strafenkatalog bekomme. Aber ich bin nicht schuld, wenn jemand seine "Macht" so frei auslegt und wegen meinem Vergehen auch andere, völlig unbeteiligte, gleich mit bestraft.


    Den typischen Motorradfahrer gibt es doch gar nicht, die Durchmischung von allen möglichen Eigenschaften ist doch unter den Motorrasfahrern genauso groß, wie unter der Gesamtbevölkerung. Eine Kollektivschuld auf alle Motorradfahrer zu erheben ist deshalb falsch, denn es trifft zu viele, die man eigentlich gar nicht treffen wollte und bei weitem nicht alle, die eigentlich gemeint waren.


    Also, mein Problem an der Sache ist dieses Gießkannenprinzip

    Four wheels move the body. Two wheels move the soul. \xx/

  • Wir haben in der Steiermark in Graz, in der Petrifelderstraße 102 unsere KFZ-Landesprüfstelle.

    Hier werden tagtäglich Fahrzeuge aller Art, vom Moped über das Motorrad, vom Pkw über den LKW, auf ihre Typisierung geprüft, ob alles stimmt oder eben nicht, bzw. ob ich meinen Umbau durch die Typisierung bringe.

    Meist sind das Fahrzeuge die in irgendeiner Form aufgemöbelt worden sind, von einer Verkehrsstreife aufgehalten wurden und eben zwecks Überprüfung ihrer Zulassung vorgeladen wurden.

    Auch ich musste einmal mit dem Moped meines Sohnes dort antreten, nicht weil es zu laut, sondern etwas zu schnell gegangen ist. Anstatt erlaubten 45 km/h eben 65 km/h.

    Uns brachte das eine gehörige Strafe ein, dem Land Stmk ein wunderbares Körberlgeld.

    Was ich damit sagen will, alles was bei uns keine offizielle Typisierung hat, landet irgend wann einmal hier in dieser Prüfstelle. Nur gibt es eben tausende solcher Möchtegerns, die es mit ihren Umbauten einfach übertreiben.

    Ob Motorrad, Pkw oder eben LKW, wenn etwas nicht entspricht heißt es rückbauen und saftig Strafe zahlen.

    Nun gibt es aber Fahrzeuge, um eines beim Namen zu nennen, z. Bsp. den Ferrari Testarossa (hat ein Kumpel von mir) der schon offiziell typisiert einen mördermäßige Krawall macht, da ist dann die Behörde machtlos, auf was hinaus will sie dem Besitzer das Fahren verbieten?

    Hier haben wir leider ein gigantisches Manko in den Zulassungen, bzw. was darf ich haben und was nicht.

    Ich bin der gleichen Meinung wie der Michl, auch diese Fahrzeuge müssten von der Straße geholt und außer Verkehr gezogen werden. Schei...... egal wie viel Kohle der Besitzer in sein Ungetüm gesteckt hatte, doch sind wir ehrlich, ein Ferrari mit 80 dB max Lärmpegel, den kauft kein Mensch.

    Bzgl. Sperrungen, auch hier bin ich der Meinung, wenn schon Sperrung wegen Lärmbelästigung dann für alle Fahrzeuge die eben den vorgesehenen Lärmpegel übersteigen (inkl. Ferrari udgl.)

    Wollen wir hoffen, dass das bei uns hier nie eintreten wird, aber Überlegungen gibt es bereits.

    LsK McRobi

    Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

    „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

  • Hallo,

    ich sehe das gelassen. Endlich bekommen die Motorradfahrer wieder ein richtiges

    "Böse Buben" Image.

    Zu Coronazeiten sucht man derzeit wohl Opfer.

    In allen allen Zeitungen wird aktuell über Lärm und deren Kampagnen berichtet.

    Ob die hier Beteiligten Kommunen auch weiterhin Laubbläser etc.auf Friedhöfen einsetzen ist mir nicht bekannt. Ob Kleinflugzeuge, Flugzeuge, etc. den Lärmvortschriften entsprechen habe ich noch nicht überprüfen wollen. Sonntagsflugverbot für Flugzeuge ?

    Lärmquellen gibt es überall. Statistisch überwiegt der Verkehrslärm, inwieweit

    der Verkehrslärm hauptsächlich von Motorradfahrern verursacht wird, das wäre tatsächlich zu hinterfragen. Natürlich sollten alle Kräder den gängigen Vorschriften entsprechen.

    Die Welt ist mir manchmal auch zu laut. Verständnis kann ich also für alle aufbringen.

    Und ja, klar fahre ich geräuschangepasst, gerade mit der elektronischen Klappe ist das gut möglich.

    Sonntagsfahr-und Flugverbote ? Gerne für alle.

    HG
    RS Tommi (mit zulässiger HP- Akra-Klappe ab Werk)

    RS-Tommi

  • Ich sehe es wie fast alle hier. Pauschalisierung ist eine gängige Methode. Gleichzeitig versucht fast jeder Politiker (Bund, Länder etc.) das Rad neu zu erfinden um seine Daseinsberechtigung zu legitimieren. Absolut überflüssig. Gebt dem KBA endlich die entsprechende Macht (Unterstellung beim Verkehrsminister, welch ein Blödsinn), damit es frei entscheiden kann. Die Verbände sollte natürlich einbezogen werden, aber keine "Berater" der Kfz-/Motorradindustrie, sondern hier auch nur unabhängige Wissenschaftler. Die "Bestimmer" in unserem Land richten sich doch oft nach dem Motto: wo komme ich nach meiner politischen "Karriere" unter!;(

    Meine Meinung.

    Gruß

    Wolfgang