Reisebricht Rumänien 2019

  • Hallo zusammen,



    Rumänien war für uns Neuland und hat uns dermaßen überzeugt und echt beeindruckt das wir aktuell die Tour 2020 planen. Das Land gibt abseits der Straßen sehr viel her. Also unbedingt Zeit für Pausen und Besichtigungen einplanen, immer wieder verleitet einen ein Wegweiser dazu die Strecke zu verlassen.

    Die Menschen sind sehr freundlich, hilfsbereit und absolut nicht Kontaktscheu. Das Essen eher Fleischlastig und absolut schmackhaft, das Bier sehr lecker. Preislich ist es sehr günstig. Wir haben die Hotels vorgebucht, da wir uns den Stress des Suchens sparen wollten. Die Hotels sind sehr sauber und oft mit Pool. Gesicherte Parkplatze sind eher der Standart.

    Sprachlich kommt man mit Englisch überall durch, Siebenbürgen auch mit Deutsch.


    Die Straßen sind durchwegs sehr gut befahrbar. Für Freunde des Off Roadfahrens, man darf in Rumänien auch abseits der Hauptstrassen fahren.



    Tag1 Linz - Plattensee

    384 KM ca. 5 Std Fahrzeit

    https://www.myrouteapp.com/route/open/2584090


    Wir starten in Linz mal auf der Autobahn Richtung Osten, wir wollen KM machen da Rumänien das erklärte Ziel ist. Kurz vor Wien weichen wir durch das Helental aus. Baden und bei Sopron mal nach Ungarn. Teils was regnerisch, aber wir kommen ohne Regenkleidung in unserem Quartier am Plattensee an.


       



    Tag 2 Plattensee - Timisoara


    380 KM 5:40 Std


    https://www.myrouteapp.com/route/open/2584091


    Wir starten bei leichtem Regen und wollen nur vom See weg. Hurra, zweimal durch ein wunderbares Gewitter, rein in die Regenkleidung. Irgendwann als neben uns die Blitze einschlugen fragten wir uns wie Sicher es da auf einem Motorrad ist. So war der Weg das Ziel...wollten einfach nur ins nächste Hotel. Dort kommen wir trocken, bei Sonnenschein an. Auf in die Altstadt von Timisoara. Zum Glück sollte das der einzige Regentag bleiben.

    Das alte Zentrum von Timisoara ist absolut empfehlenswert. Wir hatten unser Hotel im Zentrum gebucht.


         



    Tag 3 Timisoara Eisernes Tor


    311KM 5Std


    https://www.myrouteapp.com/route/open/2584093


    Unser erster Tag in Rumänien, wir starten gespannt und neugierig was uns erwarten wird. Dazu ein Tip, tankt lieber zu früh. Bei uns wurde es plötzlich eng, da sind jede Menge Tankstellen.....und auf einmal keine mehr. Die lampe leuchtet und endlich taucht am Navi eine auf, leider wegen Umbau der EDV heute geschlossen ….nochmal 25 KM. Es ging sich aus.


    Resita, in einer Gegend mit altem Eisenvorkommen, eine Eisenbahnerstadt. Hier wurden Dampfloks gebaut. Allesamt direkt in einem kleinen Park neben der Hauptstraße ausgestellt, bei freiem Eintritt. Das gibt's bei uns nicht.


    Am Weg Richtung Donau geht es kurvig durch den ersten Nationalpark, wir passieren stumme Zeugen des Erzbergbaus. Und bekommen die ersten Eindrücke wie allein Du hier auf der Straße bist, genial entspanntes fahren.


      

    Das Eiserne Tor spricht für sich, für uns als Anwohner der Donau in Linz ein muß.





    Tag 4 Eisernes Tor - Baia de Fier

    220 KM 5:30 Std

    https://www.myrouteapp.com/route/open/2584094


    Wir verabschieden uns von der Donau, denn nördlich liegt das Objekt der Begierde … die Karpaten. Baile Herculana hat seinen alten Charm teils behalten, bereits Sissi kam hier zur Erholung hin. Zur Zeit wird viel renoviert. Aber immer einen Stopp wert. Auf teils echt netten kleinen Straßen tauchen bald die ersten Gipfel der Karpaten auf. Wir freuen uns auf die Transalpina.


    Im Hotel an den Südhängen der Karpaten kommen wir drauf das mein Personalausweis in der gestrigen Unterkunft an der Rezeption im Kopierer vergessen wurde, fein nochmal 360KM...der Tag wurde etwas länger als gedacht.


                      



    Tag 5 Transalpina

    206 KM 4:30 Std

    https://www.myrouteapp.com/route/open/2584095


    Heute befahren wir die Legende. Viel drüber gelesen, jetzt wollen wir Sie unter die Räder nehmen. Eines vorweg...Sie ist es wert gefahren zu werden. Aber sie soll noch getopt werden.


    Die Südrampe beginnt sehr zügig, gut ausgebaut. Und ganzjährig befahrbar da es die Zufahrt zu einem Schigebiet ist. Ab Ranca wird es kurviger, man will ständig stehen bleiben und den Blick genießen. Die Etappe wurde kurz genug geplant sodaß dies auch gut möglich ist. Am Urdele Pass erreichen wir den höchsten Punkt der gesamten Tour (2127m). Am Pass gibt es Suvenierstände, Imbisse und immer einige Kollegen zum Plaudern.


    Die Nordrampe ist fahrerisch anspruchsvoller, läuft dann in einem langezogenem Tal, immer dem Fluss folgend Richtung Norden aus.


     


      



    Tag 6


    Heute in Sibiu einen Ruhetag. Die Lady ( unsere Wing ), bleibt stehen und wir machen uns zu Fuß auf den Weg die Stadt zu erkunden. Es gibt vieles zu sehen, für einen ersten Eindruck sollte dieser Tag reichen. Ein must have ist der Markt, ist täglich und absolut empfehlenswert. Das ist das typische was wir suchten. Das Bier kostet hier gerade mal 60cent. Und dabei das Markttreiben zu beobachten ist spitze.

      




    Tag 7 Sibiu - Bran


    307 KM 5:10Std


    Der Tag auf den Beinen tat richtig gut. Der Spaziergang durch Sibiu war interessant und eine schöne Abwechslung. Nun juckt es aber doch wieder in den Fingern. Heute geht es nochmals über die Karpaten, die Transfargarasan gilt als eine der schönsten Motorradstrecken der Welt. Wir lassen uns überraschen. Und ja, für mich sie es. Hat uns umgehauen, sensationell zu fahren, traumhafte Ausblicke. Aber erst ab 1.7.geöffnet. Bis dahin Wintersperre.

    Sehr kurvig, aber keine Kehre macht zu, der Asphalt griffig. Ein bisschen auf Steine achten, aber wir sind nicht zum rasen hier, wir wollen die Fahrt genießen. So auch alle anderen Biker die wir unterwegs treffen, alle lassen diese einmalige Gegend wirken.


      




    Zügig sind wir unterwegs, somit sind wir gegen 15:00 in Bran angekommen, checken im Hotel ein und machen uns nochmal zu Fuß auf den Weg Draculas Schloss zu besuchen. Der gute Vlad hat hier niemals gelebt, aber der Mythos Draculas lebt hier an jeder Ecke. Das Schloss war der Wohnsitz Königin Marias von Rumänien....und ist echt nett anzusehen.


    Aufgrund der begrenzten Dateianhänge folgt nun Teil 2 des Tourenberichtes.

  • Teil 2 des Rumänien 2019 Berichtes:


    Tag 8 Bran - Sovata

    174 KM 3:00Std


    Die Nacht bei Dracula haben wir gut überstandem. Die schlimmsten Vampiere die wir sahen waren wenige mm groß....und mögen eher Barbaras Blut.


    Wir starten also ausgeruht und machen nach wenigen KM bereits schon wieder einen Halt in Brassov, finden sehr zentral einen bewachten Parkplatz und machen einen Spaziergang durch die Altstadt. Sehr Lohnenswert. Wieder und wieder begeistert uns die Sauberkeit Rumäniens, nirgends Unrat oder Müll. Alles ist absolut sauber, das hatten wir nicht erwartet.

      


    Zügig geht es weiter bis Schässburg, wieder haben wir das Glück mit dem Parken. Der Wächter stellt uns direkt neben seine Hütte, bietet uns an Helm und Jacken bei Ihm einzusperren. Langsam gewöhnen wir uns an dieses Service, ist doch überall das gleiche hier, Super. So erforschen wir diesen wunderbaren Ort wieder ohne Gepäck und entspannt zu Fuß. Übrigens, hier hat Vlad Dracul echt gelebt, Dieser Dracula lässt uns in Siebenbürgen nicht los.

          


    Ein kleines Stückchen wollen wir heute noch. Sovata war das Tagesziel. Auf geht's.


    Tag 9 Sovata


    Heute ist schon wieder Ruhetag, soll ja ein Urlaub bleiben, und wir wollten nicht KM fressen sondern auch etwas sehen.


    Sovata ist ein alter Badeort, hat zwei Seen die einen ähnlich hohen Salzgehalt wie das Tote Meer haben, jedoch weit im Landesinneren liegen. Entstanden durch Einbrüche von Salzvorkommen. Wir genießen die Sonne, gehen schwimmen und wollen die Salzmine von Praid besuchen. Beim Quad Verleih können wir nicht nein sagen und erkunden die nähere Umgebung die mit der Gold Wing nicht so geil zu befahren ist.

       



    Tag 10 Sovata - Vatra Dorney


    244 KM 3:15 Std


    Das absolute Highlight des heutigen Tages ist die Bisac Klamm. Bis über 100m ragen die Felswände empor, die engsten stellen sind nur 6m breit. Ein muss wenn man in diese Ecke Rumäniens kommt. Am Weg dorthin passieren wir den Lacul Ruso. Durch einen Erdrutsch entstanden, die Nadelbäume ragen noch heute aus dem See, sind durch die Erzhaltige Erde rot gefärbt, daher der Name. Hier bietet sich eine kleine Bootsfahrt an.

    Vatra Dorney ist eine Stadt mit Wintersport, die Lifte gehen bis nahe ans Zentrum heran.


          



    Tag 11 Vatra Dorney - Baia Mare


    230 KM 4:30


    Die Maramures ist eine Region in den Karpaten. Sie gilt als die ursprünglichste Region Rumäniens und wird auch als „lebendiges Museum der guten alten Zeit“ angesehen. Die Menschen leben dort noch immer nach ihren jahrhundertealten Traditionen. Die geographische Isolierung der Maramures inmitten von Bergen und umgeben von Wäldern sorgt dafür, dass die Landschaft von wunderschöner und unberührter Natur geprägt ist.

    Die Region ist berühmt für die Holzschnitzerei. Überall sieht man reich verzierte Holztore und Holzkirchen mit spitzen Türmen. Acht der 98 Holzkirchen der Maramures wurden auf Grund ihrer einzigartigen Schönheit zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.


    Ein unerwarteter Pass hat uns heute umgehauen, ein Träumchen zum fahren, kein Verkehr. Und ca. 30 KM jagt eine Kurve die andere, immer einem Bach folgen haben fast alle den gleichen Radius....am liebsten gleich umdrehen und nochmal durch das Gewirr.... zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht. Oben auf der Höhe ein einsames kleines Kloster. Diese Unerwarteten Orte machen das Touren in Rumänien so einmalig, jeder findet Plätze die dich zum verweilen einladen.


     


    Ja, dies ist unser Quartier in Baia Mare, wir haben nicht last Minute schnell in der Karibik eingecheckt. Und hier kann man sich dieser Luxus gut leisten. Ist doch eine Ecke billiger als daheim.

      


    Tag 12 Baia Mare - Oradea


    Langsam bewegen wir uns wieder Richtung Heimat. Die letzte Nacht in Rumänien verbringen wir in Oradea, nutzen die Zeit für ein letztes shoppen von Andenken, noch einmal lecker Essen und genießen diese Standesgemäß im Hilton. Leute macht es wie wir, nehmt euch edle Hotels, mit Pool, Balkon oder Terasse. Das ist in Rumänien gut im Budged drinnen. Wir haben es genossen.



    Tag 13 und 14


    Ab Oradea sind wir dann doch recht zügig mit einer Pause in Györ bis Heim gebrettert. Reichlich Autobahn, aber irgendwie muß man die KM fressen. Ja in Budapest haben wir einen Abstecher ins Hard Rock Cafe gemacht.

    Alles in allem hat es uns richtig gut gefallen. Hatten besondere Momente mit Einheimischen, haben uns unheimlich viel mitgenommen. Die Erinnerungen an das erlebte haben uns veranlasst auch 2020 eine zweiwöchige Tour nach Rumänien zu planen.

    Sollte jemand ähnliches vorhaben, kannst mich gerne anschreiben. Vielleicht kann ich ein paar Fragen beantworten.


    Danke an meine Sozia Barbara, sie fotografiert gerne während der Touren. Daher das umfangreiche Bildmaterial. Und dafür das sie solche Unternehmungen mit mir mitmacht.


    lzg Martin

  • Martin J.

    Hat den Titel des Themas von „Rumänien 2019“ zu „Reisebricht Rumänien 2019“ geändert.
  • hi,

    Ja Rumänien ist im kommen. Noch ist es sehr ruhig und gehört den Tourenfahrern die das fahren genießen und dementsprechend fahren. Südtirol ist mir zu überlaufen und absolut zu viele " Idioten " auf der Straße. Das hält mich eher ab hinzufahren.

    Die angebotenen Touren haben mich preislich abgeschreckt. Denn um dieses Budget fahre ich zu zweit. Und nach anfänglichen Kopfschmerzen wegen der Sicherheit bin ich nach dieser Tour überzeugt daß Mensch und Moped dort genauso Sicher ist wie anderswo.

    Bei dieser Planung habe ich viel in angebotenen Touren nachgelesen und auch einige schöne Plätze gefunden.

    Alleine oder in kleiner Gruppe hast du halt mehr Kontakt zu Land und Leute. Auch will ich stehen bleiben und abbiegen wo es mich gerade anspringt, und nicht wenn ein Guide dort Beziehungen hat.