TomTom Rider 550 - Hands on

  • Hallo,


    das habe ich gerade bei meinem 550 probiert. Gerät war aus, Kabel eingesteckt. Gerät fuhr hoch und dann kam am Navi die Abfrage zum Routenimport, nach Bestätigung tauchte der Rider bei mir am PC als "TomTom Rider 550" ohne(!) Laufwerksbuchstaben auf. In der Konstellation kann ich jetzt die ITN-Dateien auf den Rider schieben, bzw. gespeicherte Tracks (wenn speichern möglich ist ;)) vom Gerät herunterziehen. Wird am Rider dann im Routenimport auf "Fertig" getippt, verschwindet der Rider im Windows aus dem Dateimanager.

    Um erneut zum Routenimport zu kommen, muss der Rider ab- und wieder angestöpselt werden.

    Wenn bei dem Rider ein Laufwerksbuchstabe auftaucht, könnte es u. U. auch sein, dass etwas im Windows falsch läuft. Oder durch den Wassereinbruch ist das Gerät beschädigt.

    Planen kann man gut mit Kurviger, als ITN-abspeichern und dann per Kabel wie oben beschrieben auf den Rider schicken. Nach Kontrolle und 3-4mal im Kurviger nachbessern hat man dann die passende Route auf dem Rider.


    Viele Grüße

    Polarlys

  • Kleines Update: seit Montag ist ein neues 550 im Haus, bin aber erst jetzt zum testen gekommen. Nun funktioniert auch der Streckenimport per USB. Da habe ich beim ersten Mal wohl wirklich eine Gurke erwischt.


    Da es schweinekalt ist und Scarlett auch derzeit bei meinem Schrauber in der warmen Halle überwintert wirds also erstmal nichts mit weiteren Praxistests am Töff. Na ja, ist ja nicht mehr so lange hin bis März.^^

    "Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient." - Bilbo Beutlin

  • Kleines Update: seit Montag ist ein neues 550 im Haus, bin aber erst jetzt zum testen gekommen. Nun funktioniert auch der Streckenimport per USB. Da habe ich beim ersten Mal wohl wirklich eine Gurke erwischt.


    Da es schweinekalt ist und Scarlett auch derzeit bei meinem Schrauber in der warmen Halle überwintert wirds also erstmal nichts mit weiteren Praxistests am Töff. Na ja, ist ja nicht mehr so lange hin bis März.^^

    Weichei:)||. Wir wollten letzten Samstag eine Tour in die Eifel machen. Meine GS sprang nicht an (Batterie defekt) und mein Freund kam nach 1,5 h durchgefroren zurück mit der Bemerkung "die haben in Nideggen gestreut und es ist sche....kalt". Also auch abwarten und Tee trinken, oder so.

    VG Wolfgang

    Gruß

    Wolfgang

  • Dafür war das Wetter die letzten beiden Tage genial und heute muss ich wohl wieder aufsatteln 😃.

    Gestern bin ich hier auf KuK eingekehrt: www.ideenreich-mueller.de für Leute, die es heimelig und gruschdig mögen.

    Klasse Idee

    und da es nur ein paar km von uns weg ist werden wir das mal testen.


    Grüßle aus dem Wolkig-dunkler-werdend Unterallgäu,

    Bernd.


    "Nieder mit dem Verstand – es lebe der Blödsinn."


    Karl Valentin,

    aktueller denn je in einer Zeit wo die Ideologie wichtiger ist als die Realität...||

  • Männers, das könnt ihr in "Hier war ich heute" besprechen. ;)

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  • Kleines Update:


    + das Rider macht im Bereich Navigation im Großen und Ganzen, was es soll (kurvige Strecken, nicht über die Hauptstraßen irgendwelcher Dörfchen routen, schnelle Neuplanung bei Abweichungen von der Vorgabe, etc.)


    - der Lagesensor spielt gerne mal verrückt: bei Geschwindigkeit 100km/h+ dreht sich gerne mal die Darstellung um 180 Grad. Das lässt sich durch manuelles Kippen des Gerätes in der Halterung um 90 Grad o.ä. auch nicht zurückstellen; hier hilft scheinbar nur ein Neustart. :(
    Workaround: Display-Drehung ganz abschalten - was doof ist. Gerade bei Überlandstrecken sehe ich gerne einen größeren Streckenabschnitt in der vertikalen Ausrichtung.


    - das Display mag keinen Nieselregen. Irgendwann verbindet sich das Wasser zu einem / mehrern dickeren Tropfen, die das Display hinablaufen und dann zufällig irgendwelche Funktionen auslöst.

    Teilweiser Workaround: Empfindlichkeit für grobe Handschuhe einstellen. Zum einen funktioniert das nicht zu 100%, zum anderen ist das Gerät dann nicht mehr mit leichteren Handschuhen zu bedienen.


    - obwohl die Betriebstemperaturen im Bereich -20 bis +50 Grad angeben sind verweigerte das TomTom nach einem Arbeitstag und ca. 10 Stunden bei +1 Grad den Start. Der Akku war dabei voll geladen und das Gerät wurde über die Halterung mit Strom versorgt. Nach Aufwärmen auf Zimmertemperatur funktionierte es dann wieder.


    - aufgezeichnete Route (per integriertem Recorder) lässt sich zum Teilen NUR auf SD-Karte exportieren. Zur Erinnerung: das Rider 550 hat Bluetooth und WLAN an Bord. Noch nichtmal ein Export per USB am PC ist möglich. Seriously?


    - die Bluetooth Implementierung ist schlecht umgesetzt und funktioniert nicht mit jedem Intercom. Die Kompatibilitätsliste steht zwar für alle anderen Rider zur Verfügung, nicht aber für das 550. Klar können sie nicht alle Chinaböller auch noch testen, aber sauber ist der Stack nicht programmiert. An meinem Intercom (ja, ein Chinaböller^^) ist bei gleichzeitiger Medienwiedergabe (zugespielt vom Mobile) nach der dritten Ansage Schluss, dann hilft nur noch ein Reset des Intercom. Funktionierte beim Zumo 345LM problemlos.


    - in Verbindung mit dem Bluetooth-Thema: einen integrierten Mediaplayer bietet das 550 nicht, auch dies hat das Zumo an Bord.


    - für aktuelle Verkehrsinformationen wie Staus etc. muss die App auf dem Mobile laufen - und die geht gut auf den Akku. Obwohl per Bluetooth verbunden, kann das Rider nicht auf die mobilen Daten zugreifen. Komischerweise geht das ohne laufende App, wenn man am Mobile einen Wlan-Hotspot freigibt und das Rider mit diesem verbindet. Kostet allerdings auch unnötig Akkukapazität.


    - die App will IMMER im Hintergrund laufen und saugt den Akku leer; reguläres beenden reicht nicht. Man muss sie wirklich killen. Mehrmals, weil sie immer wieder starten will. Zumindest bei mir unter Android Pie.


    +/- der MyDrive Webservice ist so lala: Streckenplanung macht er ganz gut; es ist allerdings nicht möglich, gesperrte Streckenabschnitte trotzdem zu berücksichtigen. Eine Planung im Winter über im Sommer offene Alpenpässe ist somit nicht möglich. Satelliten-Kartendaten stehen nicht zur Verfügung. Mir fehlen diese, um Höhen besser einschätzen zu können. Zur Tourplanung wird es daher wohl bei mir bei GPS-Werk bleiben.


    Ein weiteres Update wird es dann nach der ersten größeren Tour im April oder Mai geben. Da muss sich das Rider dann mal über ein paar Tage beweisen.


    Aktuell bin ich noch hin- und hergerissen. Es gibt Sachen, die es besser macht als das alte Zumo, aber bislang überwiegen irgendwie doch die negativen Aspekte. Vielleicht lerne ich ja auch einfach damit zu leben. ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von Erdna ()

  • Hallo Erdna,


    einige Anmerkungen zum Rider:

    - Regenprobleme hatte ich bisher nur einmal bei Starkregen, da sind die Wassertropfen vom Tankrucksack auf das Display zurückgeprallt - mein Rider ist fast senkrecht montiert. Da ich ihn fast immer so nutze, habe ich (nach Nerverei) die Ausrichtung festgelegt. Allerdings muss bei meinem Zweitgerät Garmin die Ausrichtung auch manuell geändert werden, das geht nicht automatisch und insofern stört es mich nicht wirklich.

    Es stört mich erst dann, wenn ich das Gerät im Auto einsetzen möchte, hier muss dann die Handschuhempfindlichkeit und bei mir dann als Option die Ausrichtung geändert werden.

    -"Noch nichtmal ein Export per USB am PC ist möglich." Wie schon oben geschrieben, kannst Du die Tracks auch über USB-Kabel exportieren, allerdings musst Du zuerst im Rider die Tracks auf die Karte "teilen", also exportieren. Dann schließt Du den Rider mittels Kabel am PC an, auf dem Rider sollte die Abfrage zum Routenimport kommen. Diese ausführen, dann taucht auf dem PC ein Ordner Rider 550 auf, aus dem Du die Tracks ziehen kannst. Hast Du allerdings den Routenimport übersprungen oder geschlossen, muss der Rider ab- und wieder angestöpselt werden, um in den Routenimport zu kommen. Allerdings hat der Rider auch hier ein Softwareproblem: schaltest Du den Rider bei aktivierter Trackaufzeichnung aus (nicht Standby), ist der Track kaputt und lässt sich nicht mehr teilen. Als Reparaturmöglichkeit kann man den Track teilweise als Route simuliert bei eingeschalteter Trackaufzeichnung ablaufen lassen, das dauert halt ein bischen. Durch die Umwandlung des Tracks in eine Route sind die Originaldaten (Zeiten/ Geschwindigkeiten, eventuelle Zwischentopps) nicht mehr verfügbar.

    Über den oben beschriebenen Routenimport kannst Du auch die ITN-Routen importieren. Bei Mydrive kann man maximal ~18 Wegpunkte von Mydrive auf den Rider schicken, über ITN ist mir noch keine Begrenzung aufgefallen. Wenn Routen über Nebenstrecken geführt werden, kann man mit den 18 Punkten von Mydrive schon mal an die Grenzen kommen.


    Viele Grüße

    Polarlys

  • Servas Polarys,


    Du erkennst sicherlich die Sinnlosigkeit, etwas aus dem Gerätespeicher erst auf eine in das Gerät eingesetzte SD-Karte zu exportieren, um es DANN per USB auch auf den PC ziehen zu können. Natürlich könnte man auch die SD-Karte entnehmen und mit einem externen Leser an die Daten herankommen. ;)


    Mir geht es darum, dass das Rider 550 auch Bluetooth und WiFi unterstützt... ich aber trotzdem zu einem "vor-neulandlichen" Datenexport auf ein physisches Speichermedium gezwungen werde. Usability geht anders.


    Aber das zieht sich ja meiner Einschätzung nach so ziemlich durch, siehe auch die von Dir angesprochenen kaputten Tracks...^^


    Über MyDrive werde ich nicht planen, da ist GPS-Werk doch deutlich praktischer und angenehmer in der Handhabung. Hinzu kommt, dass der Export dort für die unterschiedlichsten Geräte einfach zur Verfügung steht. Das erleichtert es dann auch den Mitfahrern.


    Gruß,
    André

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  • Hi,

    TomTom hat den Rider ganz schön verschlimmbessert. Ich habe vorher den UrbanRider gefahren, für meine Art zu planen und zu fahren, war das Gerät spitze. Dann hatte der Störungen und funktionierte nicht mehr richtig, dann dachte ich, probierst Du mal den neuen Rider. Das ganze Handling ist gegenüber dem Urban richtig schlecht geworden:

    - Tracking: auf dem Urban hatte ich mir ein Hilfsprogramm installiert, welches automatisch Tracks aufgezeichnet hat, allerdings im nmea-Format, welches man aber umrechnen konnte. Diese Aufzeichnung klappte wunderbar und vor allem Störungsfrei und du hattest eine Datei pro Tag.

    - Kurvenreiche Strecke: Haben der Urban wie der Rider 550, aber der Urban lotst einen nicht durch jede 30iger Zone.

    - Routenplanung: mit dem Motoplaner ein paar Punkte gesetzt und als ITN auf den Urban geschoben, den Rest machte der Urban für mich jedenfalls sehr gut. Dagegen ist beim Rider550 der Im- und Export von Daten zu kompliziert, da bin ich deiner Meinung. Weiter ist man beim Rider 550 auch nicht mehr in der Lage, die Wegpunkte umzubenennen oder als Stopp für eine Pause zu definieren.

    - Leider hat TomTom auch entschieden, dass der Urban sein Lebensende erreicht hat und wird somit auch nicht mehr mit neuen Karten versorgt, auch ein Negativpunkt für TomTom.

    - Auch das TomTom gegenüber der 400/450-Rider-Serie die Bluetooth-Weitergabe von Routen herausgenommen hat, ist ebenfalls ein Negativpunkt für TomTom.

    - Die Routenplanung auf dem Bildschirm könnte so toll sein, wenn TomTom es geschafft hätte, eine editierbare Wegpunktliste in den Rider einzubauen. Versuche mal, eine Route mit mehreren Wegpunkten auf dem Bildschirm abzuändern. Im Endeffekt ist es besser, die Route am PC abzuändern und dann neu in den Rider zu importieren.

    Aber es gibt ja noch Garmin, das wird doch bestimmt besser sein?

    - Nun ja, ich habe auch noch den Zumo590, aufgrund des deutlich schlechteren Displays gegenüber Urban und Rider 550 wird der aber nur selten eingesetzt. Dann hat Garmin es verstanden, gegenüber früheren Modellen die Software zu verschlimmbessern: Erneuter Routeneinstieg unterwegs und generell das Starten von Routen sind die Stichworte. Nebenbei haben die 590/595 starke Akkuprobleme, teilweise kann man froh sein, wenn der Zumo ohne Fahrzeuganschluß überhaupt läuft.


    Viele Grüße

    Polarlys

  • Servas Polarys,


    danke für Deine Bestätigung meiner Einschätzung, dass der Rider 550 nicht wirlich ein Schritt voran ist.


    Ja, bei Garmin ist auch nicht alles toll. Generell würde ich aber einfach sagen, dass mein atles Zumo 345LM deutlich unkomplizierter in der Handhabung ist. Und "robuster" gegen Umwelteinflüsse. Dafür ist er langsam, hat ein bescheidenes Display und die Konnektivität ist nochmals deutlich schlechter (wer wartet denn gerne schonmal ein paar Minuten, bis das Gerät am PC überhaupt erkannt wird, etc.).


    Vermutlich hat man nur die Wahl wischen Pest und Cholera. Oder einer Navi-App auf dem Mobile. Da sehe ich für Gelegenheitsfahrer gute Lösungen, vielleicht kommt da ja irgendwann auch noch was für uns. ;)


    Gruß,

    André

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  • Hier mal wieder ein Update. Nach einigen unerfreulichen Erfahrungen (siehe meine Tourbreichte^^) geht das Gerät erneut zurück. Erschreckt hat mich, dass TomTom nichtmal eine Mailadresse für Supportanfragen hat. Konktakt via Facebook Messenger ging zwar, allerdings ließ sich TomTom zwischendrin auch mal eine Woche Zeit für eine Antwort. Das ist sogar noch schlechter als das Gerät an sich.


    Immerhin kümmert sich Tante L. und nachdem zwar mein Wunsch nach einem Vorabaustausch abgelehnt wurde, darf ich doch immerhin demnächst mit einem Leihgerät rechnen, während meins "repariert" wird (oder auch nicht, wir werden sehen...)


    Hier noch kurz zusammengefasst die Punkte, die mich mit dem Gerät unzufrieden machen:

    • nicht nachvollziehbare Resets während der Tour. Die Tour kann nur nach einem „Trommelreset“ wieder aufgenommen werden. Dies passierte mir bislang auf jeder Tour mindestens zweimal, manchmal auch öfter pro Tag. Einen Grund kann ich nicht erkennen. WTF?
    • Mehrmals pro Tag verliert das Rider 550 die Bluetoothverbindung zum Headset. Meistens kündigt sich das durch auf einmal blechern, abgehackt und scheppernd klingende Ansagen an. Manchmal aber auch nicht. Ein normaler Reset behebt das Problem, kostet aber unnötig Zeit. WTF?
    • Zumindest mit meinem Intercom darf das Rider 550 erst als zweites Gerät verbunden werden, wenn man auch noch ein Mobile (egal ob für Kommunikation oder Medienwiedergabe) nutzen möchte. Ist das Rider 550 das erste verbundene Gerät, steigt es zuverlässig innerhalb der ersten 20-30 Minuten aus – siehe oben. WTF?
    • bei bislang jeder meiner Touren wollte das Rider 550 irgendwann unbedingt nochmal zurück zu einem bereits abgefahrenen Wegpunkt. Das kann der letzte oder aber auch der zweite oder 42. der Tour sein. Es ist hierbei egal, ob die Route als .itn oder .gpx vorlag. WTF?
    • willkürlich dreht sich die Displaydarstellung manchmal um 180 Grad und kann während der Fahrt nicht zurückgesetzt werden. Workaround: die Display-Rotation komplett ausschalten und damit die für mich sehr wichtige Möglichkeit verlieren, das Display bei Bedarf hochkant zu stellen und dadurch mehr von der vorausliegenden Strecke zu sehen. WTF?
    • manchmal wird das Display einfach schwarz, erwacht aber nach einiger Zeit wieder zum Leben. Routing und Ansagen sind während dieser Zeit weiterhin aktiv. Trat nur bei Temperaturen um 0 Grad auf und konnte oberhalb von 5 Grad nicht beobachtet werden. Trotzdem: WTF?
    • das Rider 550 verfügt über Bluetooth und WiFi. Das Teilen einer .itn-Route über diese Kommunikationswege ist nicht möglich. WTF?
    • die TomTom eigene Webseite sowie die App MyDrive für das Mobile zur Tourenplanung lässt keinen Export im TomTom eigenen Format .itn zu. Lediglich .gpx ist möglich, unterliegt aber im Gegensatz zum Mitbewerber starken Einschränkungen (z.B. kein Überspringen von Wegpunkten oder Änderung des Routentyps - siehe Anhang). WTF?
    • Routen im TomTom eigenen Format .itn lassen sich nur über eine USB-Verbindung zum heimischen PC importieren – nicht aber über die MyDrive App oder MyDrive Webseite. WTF?
    • das Touch-Display hat scheinbar keine gute Regenerkennung. Bereits leichter Nieselregen und damit im Laufe der Zeit verbundene Bildung größerer Tröpfchen führen zu ungewollten, willkürlichen Bedienaktionen des Gerätes. Workaround: Empfindlichkeit des Displays herunterstellen. Dies geht zu Lasten der Bedienbarkeit. WTF?
    • der verbaute WiFi-Chip ist grottenlahm und steigt gerne aus. Ein Radarkamera-Update mit 7,8MB dauert Stunden. Update des Kartenmaterials mit mehreren GB dauert entsprechend länger und bricht gerne zwischendurch mal ab. Manchmal ist nach einem abgebrochenen Update auch gar keine bereits vorher installierte Karte mehr verfügbar – Neuinstallationen des gleichen Kartenmaterials brechen dann grundsätzlich ab. Workaround: Irgendeine Karte, möglichst vom anderen Ende des Planeten installieren. Workaround 2: das Gerät per USB an den heimischen PC anschließen und dessen Internetverbindung nutzen. Der Download ist dann schneller, die Kartenupdates werden dadurch aber nicht zuverlässiger. WTF?
    • um Echtzeit-Verkehrsinformationen zu erhalten, muss im Hintergrund auf dem Mobile ständig die MyDrive App laufen. Einfaches Tethering reicht nicht. Nicht unbedingt WTF... trotzdem schlecht gelöst.
    • einen Mediaplayer gibt es nicht mehr wie in vorherigen Versionen. Wäre nice, um den Akku des Mobile zu schonen. Nicht unbedingt WTF, aber: WARUM? Früher ging´s doch auch.
    • Ablesbarkeit bei starkem Sonnenlicht ist abhängig von der Anbringung sehr schlecht; bei mir muss es fast senkrecht stehen. WTF?
    • um auf dem Display auch im Sommer bei klarem Himmel und starker Sonneneinstrahlung etwas erkennen zu können, muss das Display auf maximale Helligkeit eingestellt sein. Hierdurch leidet die Akku-Laufleistung deutlich. In meinem Fall war nach knapp vier Stunden ohne externe Stromversorgung Schicht im Schacht. Das ist zu wenig.
    • das Herausnehmen aus der mitgelieferten Halterung ist sehr umständlich und hakelig. Kein WTF, trotzdem nicht elegant gelöst. Beugt allerdings Diebstählen vor.
    • Keine verfluchte Mailadresse um den Support zu erreichen? Ja, das hindert zahlende Kunden bestimmt wirkungsvoll an eine Kontaktaufnahme. Willkommen in der Steinzeit des Kundenservices!


    Was das Rider 550 richtig gut macht:

    • die Routenberechnung im Gerät selbst ist richtig schnell.
    • das Display ist gut aufgelöst und zeigt Informationen wie Tankstellen entlang der Route zuverlässig an, ohne dass dafür ein POI gewählt werden oder ein extra Routenpunkt eingefügt werden muss.
    • der Radarkamera-Warner ist relativ aktuell, warnt rechtzeitig und wird in Ländern, in denen dieses Feature verboten ist, automatisch deaktivert.


    Nur sooo wenige Punkte, die für den Rider500 sprechen. Schlecht. Ich kaufe definiv beim nächsten mal etwas anderes oder bastel mir selbst was auf Open-Source Basis. Schlechter kann das auch nicht sein. Dafür vermutlich aber ein paar Hunnis günstiger.

    Dateien

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  • Erdna... ne nette Liste, eine klare Kaufempfehlung gibts Du also nicht, so wie es aussieht. :D

    Ich habe das Rider 400/410 und auch dort sind 2-3 Punkte Deiner Liste verteten.

    Was mich jedoch am meisten stört ist die Tatsache, dass bei der Streckenwahl "Sehr Kurvig" mich das Rider über Strassen führt, die diesen Namen oft nicht verdienen und ich schon mehr als 1x umdrehen musste, weil ich beim Bauern auf dem Hof stand.

    Wenn ich Kultur will, stell' ich mir ein Joghurt vor die Tür...

  • Servus beinander,


    ich hatte das ja schon öfters geschrieben: bei meinem 550er habe ich diese Probleme nicht.


    Die Frage die sich mir mittlerweile stellt, gibt es Unterschiede bei der Fertigung: im Sinne von, wo wird das Ding gebaut? Möglicherweise wurden Teile getauscht (Kostendruck) oder es wird wo anders hergestellt. Alleine ein Montagsgerät kann es doch wohl kaum sein...


    Erdna : vielleicht solltest Du dich tatsächlich mit dem Thema Navigation per Smartphone / RugdedPhone auseinandersetzen. Ich liebäugle da auch schon immer wieder mal - aber so lange mein TT funktioniert, lasse ich das...


    Beste Bikergrüße, Michi

    statt Sorgen sollte man sich manchmal besser Nudeln machen... ;)

  • Na ja, Michi ... ich arbeite ja selber in der Elektronikfertigung und wenn ich mir nur bei uns im Haus anschaue, was für teilweise eklatante Mängel trotz AOI (automatische optische Inspektion), Flying Probe und teilweise In-Circuit-Test mit speziellen Prüfadaptern trotzdem passieren, wundere ich mich immer noch, dass bei den von uns auch produzierten Medizingeräten noch niemand dran glauben musste. ;)


    Aus der Praxis: bei "kritischen" Bauteilen ist oftmals eine 2nd Source freigegeben. Zum Beispiel darf man bei einem Speicher Type ABC von Micron verwenden und Type CBA von Nanya. Und bei einem USB-Controller entweder DEF von Texas Instruments oder FED von Microchip. Und zur Ladesteuerung GHI von Maxim oder IHG von Analog Devices. So zieht sich das dann durch die ganze Stückliste durch, damit man im Fall von Lieferschwierigkeiten einer Type einfach eine andere beschaffen und bestücken kann. Auf dem Papier sind die gleichwertig, meistens auch getestet und halt entsprechend freigegeben. Manchmal aber halt in einer anderen Baugruppe - das Problem ist hier: die Bauteile sind in der Bibliothek und freigegeben, also kann die jeder Entwickler verwenden. Ist meistens auch kein Problem, aber in ganz seltenen Fällen kommt ABC halt gut mit DEF und FED klar, muckt aber wenn anstatt GHI der IHG verbaut ist und produziert dann komisches Verhalten.


    Beim Referenzgerät ist alles normal, aber das hat die "Regelbestückung" drauf... nun finde erstmal heraus, ob und wo es Abweichungen gibt. Das Thema ist besonders beliebt im Bereich der Hochpräzisionwiderstände in Bauform 0201 - die Teile sind so groß wie ein halbes Reiskorn!^^


    Lange Rede, kurzer Sinn: manchmal ist nicht nachvollziehbar, dass ein Problem besteht. Bis Kondition X eintritt. Und diese ist meist nicht eindeutig reproduzierbar, da Real Life nicht unter Laborbedingungen stattfindet. Hinzu kommt: elektonische Bauteile altern. Vielleicht muss man auf Grund von Nichtverfügbarkeit anstatt beim Regeldistributor bei einem Broker kaufen, und dessen Bauteile liegen schon einige Jahre in irgendeinem Lager. Kann z.B. bei einem Elektrolytkondensator problematisch werden, weil die austrocknen können.


    Hier kommt also vieles zusammen und ich vermute mal, dass bei meinem Rider soetwas passiert sein könnte. Ich habe meins heute in der Firma aufgeschraubt, alle Steckerverbinder mit fluoreszierendem Lack versehen und die Schrauben, an denen man Öffnungsversuche nachweisen kann mit einem Spezialwerkzeug durch die gleichen ersetzt und auch mit dem Lack angemalt. Ich werde also merken, ob man das Gerät überhaupt geprüft hat. Sollte ich eine andere Seriennummer zurückbekommen, haben sie es eh unbesehen entsorgt und dann kann ich nur hoffen, dass es aus einer anderen Charge stammt. ;)


    Soweit mein kleiner Exkurs in die Elektronikfertigung. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt und es war auch für "normale" Anwender zumindest halbwegs interessant.

    "Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient." - Bilbo Beutlin

  • Aktuelle Verkehr Info funktioniert sehr gut, leider nur mit Handy Online.


    Das aufspielen von Updates ist schon eine Zumutung, dauert lange aber ich habe keine Verbindungsabbrüche.

    Alles Gute ist nie beisammen^^

    Nichts ist so beständig wie der Wandel.;):D:thumbup: