TomTom Rider 550 - Hands on

  • Servas,


    als kleines Weihnachtsgeschenk habe ich mir ein neues Navi gegönnt und möchte Euch an den ersten Schritten teilhaben lassen.


    Durch einen Gutscheincode und meine gesammelten Punkte bei Tante L. konnte ich das TomTom Rider 550 für etwas unter 200,-- erhalten.


    Das ganze kommt gut verpackt in einer schicken Box und wenn man alles mal auseinander klamüsert, sieht das so aus:


    Es ist also alles dabei, was man braucht: Navi, Stromversorgung, Aktivhalterung mit RAM-Mount, diverse Schrauben und Verkabelung.


    Auf das Verkabelungsthema am Töff gehe ich hier erstmal nicht ein; es geht mir grundsätzlich erstmal um die erste Inbetriebnahme, das Aufspielen von Routen und die tatsächliche Benutzung.

    Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann und nach schräg kommt flach.

    Einmal editiert, zuletzt von Erdna ()

  • Bei der ersten Inbetriebnahme werden diverse Parameter abgefragt, wie z.B. Spracheinstellungen, etc. Dies ist mit wenigen Klick erledigt. Wir kommen aber direkt zum ersten Vorteil, den mein olles Garmin Zumo 345LM nicht hatte: das Teil hat eine WiFi-Anbindung. Hierdurch können in der Therorie z.B. Aktualisierungen oder auch Routenimporte wesentlich bequemer durchgeführt werden. Mein erster Eindruck: Licht und Schatten. Ohne Registrierung bei TomTom geht nämlich nichts, dafür bekommt man mit selbiger auch direkt Zugang zum TomTom MyDrive, einem Webservice - nicht zu verwechseln mit der MyDrive-APP fürs Handy. Der Webservice ist gar nicht mal so ohne, wir kümmern uns aber erst später um dieses Thema.


    Nachdem man sich registriert hat und die Accountdaten im Gerät selbst auch hinterlegt hat, ein paar Schalter wie "Verkehrsmeldungen" (hierzu später noch mehr) etc. aktiviert hat, kann man sich an die Grundeinrichtung für die Navigation machen.


    Das Gerät kommt nackt. Es ist keine einzige Karte installiert. Dies ist der erste Negativaspekt. Der zweite Minuspunkt ist, dass das WiFi nur 2.4GHz unterstützt. Bedeutet in der Praxis: es ist langsam. Für einen Routenimport reicht das zwar locker aus, für einen Import des Kartensatzes Europa mit drölfzig Ländern und über 8GB Volumen kann man da aber schon ein paar Stunden einplanen. Hinzu kommt, dass die Verbindung nicht sonderlich stabil ist und gerne mal abbricht. Abhilfe schafft hier dann wieder die Verbindung zu einem PC über USB; es wird dann automatisch die Internetverbindung des PC genutzt. In meinem Fall ist diese deutlich schneller, als die integrierte WiFi-Lösung des TomTom.


    Weil ich ja schnell schnell machen will, installiere ich erstmal nur den Kartensatz DE-AT-CH, was auch reibungslos funktioniert. Ein Hinzufügen weiterer Karten wie IT und FR scheitert aber komischerweise jedes Mal. Bis ich nach zwei Stunden gefrustet einen Datensatz von Chile lade, anschließend alle europäischen Kartendaten lösche, im Anschluss daran nochmal das große Europa-Paket installiere. Hmpf!


    Speicher ist übrigens für Weltenbummler ein Thema, von den angepriesenen 16GB stehen letztlich knapp 14GB zur Verfügung. Europa und z.B. Amerika geht sich also nicht ohne zusätzliche SD-Karte aus. Wird aber vermutlich für 99% der Benutzer nicht wirklich ein Thema sein.


    Jetzt habe ich zumindest, was ich brauche. Denke ich. Allerdings lauert hier der erste Stolperstein: um die erweiterten Navifunktionen wie Verkehrsinfos etc. nutzen zu können, reicht es nicht, das Navi mittels Bluetooth-Tethering mit dem Handy zu verbinden. Nein, man muss hierfür zusätzlich die MyDrive APP auf seinem Handy installieren. Der Sinn erschließt sich mir auch nach ein paar Tagen immer noch nicht. Workaround: auf dem Handy einen WLAN-Access Point freigeben, dann kann man diesen nutzen um das Navi online zu bringen. In beiden Fällen verbraucht jedoch das Handy unnötig Strom. Frühere Modelle des TomTom hatten diese Zwangsbeglückung laut diversen Foren wohl noch nicht. Ich vermute, es geht hier um das Abschnorcheln von Daten und habe dies unterbunden. Dann liest mir halt das Navi keine WhatsApp-Nachrichten vor, während ich fahre. Als ob ich so viele bekommen würde (abgesehen von dem Spam, den Didi schonmal in der KKT-Gruppe postet^^).

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  • Routen können natürlich auch am Navi direkt erstellt werden; ich gehe aber mal davon aus, dass dies ein Sonderfall ist und behandle dieses Thema jetzt nicht.


    Stattdessen erlaubt der MyDrive Webservice sowohl das freie Erstellen von Routen, als auch den Import vorhandener .gpx oder .itn Dateien.


    Nochmal kurz zur Unterscheidung:

    - .gpx: eine echte Route mit festgelegten Wegpunkten - dieser sollte das Navi folgen wie Struppi dem Tim.

    - .itn: Start, ggf. Zwischenziele und Endpunkt sind definiert - für die zu fahrende Strecke ist das Navi abhängig von den gewählten Einstellungen zuständig


    Die meisten modernen Navis können beides, daher Obacht, was bei Eurer Tourenplanung hinten rauspurzelt. Bevor das Ergebnis noch enttäuscht... Manchmal sind es die kleinen Dinge. ;)


    Ich habe mir den Spaß gemacht und mein altes Garmin 345LM mal von allen gespeicherten Touren befreit, sowohl das TomTom als auch das Garmin per USB verbunden und wollte die gleiche .gpx in beide schiessen: beim Garmin mittels Basecamp und beim TomTom mittels dem Mydrive Webservice. Während das Garmin per USB immer noch nicht mit Garmin Express / Basecamp verbunden war, hatte ich beim TomTom innerhalb von 20 Sekunden die Tour im Navi. Garmin braucht hier einfach elendig lang, um sich überhaupt zu verbinden. Ich schaffte es sogar, die Route wieder zu löschen und über Wifi erneut ins TomTom zu bekommen, bevor Garmin Express mir überhaupt anzeigte, dass eine USB-Verbindung hergestellt ist. Ganz klarer Punkt für TomTom.


    Nächster Nachteil für Garmin: ich muss die Route dann auch noch manuell importieren, was mehrere Minuten braucht. Beim Garmin war sie sofort anwählbar!


    Die Spreu trennte sich dann endgültig vom Weizen, als ich die Tour berechnen ließ. TomTom war hier in knapp 10 Sekunden fertig, Garmin brauchte über 1,5 Minuten dafür. Man könnte jetzt natürlich sagen: ist mir egal, mache ich ja nur am Anfang einmal - ist allerdings etwas kurz gedacht. Hierauf komme ich später auch nochmal zu sprechen, denn der Geschwindigkeitsvorteil besteht ja nicht nur bei der erstmaligen Berechnung.

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  • Zur Vergleichbarkeit habe ich mir das TomTom zusätzlich zum bereits installierten Garmin auf der anderen Lenkerseite installiert und am vergangenen Samstag eine kleine Runde durchs Appenzell gedreht. Beide Navis hatten natürlich das entsprechende Kartenmaterial installiert und die exakt gleiche Tour in den Speicher geballert bekommen.


    Die Suche nach den GPS-Satelliten dauerte bei beiden Navis ungefähr gleich lang, allerdings war hier das Garmin einen winzigen Tick schneller. Die Zeit zwischen Wahl der Tour und Navigationsbereitschaft war dann aber beinm TomTom doch wieder kürzer, weil es die Route einfach schneller berechnete. Hier merkt man einfach, dass das TomTom modernere Hardware verbaut hat.


    Grundsätzlich wollten beide Navis die gleiche Route fahren, trotz von mir bewusst anders eingestellten Routenpräferenzen. Aber das war auch gewollt, womit wir wieder beim Unterschied zwischen .gpx und .itn wären.


    Die Ablesbarkeit, auch bei tiefstehender Sonne, geht ganz klar an das TomTom. Da gibt es nichts zu meckern. Allerdings wird vermutlich Garmin hier inzwischen (das 345 hat ja auch schon ein paar Tage auf dem Buckel) bei den aktuellen Modellen, übrigens ebenso wie bei der Rechenleistung, vergleichbares anzubieten haben. Wir wollen ja fair bleiben und es liegen definitiv einige Jahr zwischen beiden Modellen. Auch schön: man kann das TomTom einfach in der Halterung hochkant drehen, dann sieht man mehr von der zu fahrenden Strecke in der 3D-Ansicht.


    Den größten A-Ha-Effekt hatte ich, wenn ich von der vorgeplanten Route abgewichen bin. Das TomTom nickte das einfachg nur mühelos ab und blendete nach max. drei Sekunden einfach die neue Route ein, während Garmin tatsächlich eine Neuberechnung durchführen musste - und diese dauerte teilweise bis zu 30 Sekunden, obwohl einfach nur eine Nebenstraße gewählt und die Route nicht wirklich grob geändert wurde.


    Zweiter großer Pluspunkt des TomTom aus den ersten Tagen Benutzung: meine Arbeitsstelle in Dornbirn liegt strategisch etwas ungünstig. Es ist jeden Tag Stau, allerdings immer an anderen Stellen und es gibt drei mögliche Routen, um im Bestfall in 15 Minuten zu Hause zu sein. SOLLTE man das TomTom mit dem Handy und der laufenden MyDrive-APP verbunden haben, bezieht es aktuelle Verkehrsinformationen aus dem Netz. Diese sind ziemlich akkurat und ich bin tatsächlich ohne mein Zutun am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag immer über eine andere Route gelotst worden. Das ist jetzt natürlich nicht das Über-Kriterium, aber gerade im Sommer schwitze ich gerne so wenig wie möglich. Auf einer Strecke von etwas über 10km sind das ja auch nicht Stunden, die man im Stau verliert. Trotzdem nice und sicherlich bei längeren Touren ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Gerade wenn man sich nicht auskennt.

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  • Fazit:


    Für mich nach den ersten Fahrten mit dem neuen Navi, die natürlich entsprechend der Jahreszeit nur sehr rudimentär ausgefallen sind, bislang eine runde Sache. Im Vergleich zum Garmin eine Verbesserung in allen Bereichen. Über die Feiertage werde ich dann auch mal das Handbuch lesen^^ und im Web recherchieren, ein wenig damit rumspielen und schauen, was es denn so alles an Kniffen gibt und ob man das Teil nicht sogar noch etwas "modden" kann.


    Sprachsteuerung und Google-Assistant-Funktionen habe ich auch noch nicht ausprobiert, vielleicht fällt mir ja noch irgendein Anwendungsszenario für mich ein, das wirklich Sinn macht oder mir irgendwas erleichtert.


    Negativ: die Pflicht, die MyDrive-App zu nutzen, da ansonsten teilweise Funktionen nicht zur Verfügung stehen.

    Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann und nach schräg kommt flach.

  • Die Aktivhalterung ist wohl sehr anfällig, ich hab nach nicht mal nem halben Jahr schon die zweite. Die erste hatte einen Kurzschluß intern, keine Ahnung woher, habe ich aber schon öfters gelesen

    "Erst wenn die letzte Strecke gesperrt ist werdet ihr merken, dass sich ein Motorrad in der Garage - egal mit welchem Auspuff - einfach Sche**e anhört..."

  • Ich lasse mich da mal überraschen. Bei meiner Garmin-Halterung ist einer der stromführenden Kontakte im Laufe der Zeit wegoxidiert. Hätte ich sicherlich auch tauschen können, aber am Anfang tats ein wenig Alufolie und irgendwann habe ich mit dem Lötkolben mal einen fetten Lötpunkt drauf gesetzt. Sowas ist halt Wind und Wetter ausgesetzt und bei mir als Ganzjahresfahrer vermutlich besonders gefordert.


    Das Schöne an der TomTom-Halterung ist ja, dass man nicht das halbe Motorrad auseinanderfrickeln muss, wenn man die austauschen will. Da wird einfach nur der Stecker getrennt, am RAM-Mount der Aufsatz getauscht und dann die Stromversorgung wieder verbunden. Da mache ich mich jetzt nicht bange wegen. Aber vielleicht sehe ich das nach dem xten Tausch anders. ;)

    Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann und nach schräg kommt flach.

  • Servas Erdna,

    ich hab mir bereits letzten Herbst ein TomTom Rider 550 gegönnt - und bin ziemlich unzufrieden damit. Obwohl .gpx Import zwar funktioniert, lotste mich das Ding immer wieder von der Hauptstraße ab, führte mich durch Ortskerne am Ortsende wieder auf dieselbe Landstraße, von der ich gekommen war. Obwohl Einstellung "unbefestigte Straßen meiden" gewählt, landete ich nicht nur einmal im Urwald. Routenplanung eher umständlich. Mehrfach Kontakt mit Support (in Holland), Kartenmaterial deinstalliert, infolge eines noch unbekannten (!) Fehlers konnte bis dato nur die Europa-Karte wieder installiert werden (nicht, dass ich mit dem Moped laufend nach Übersee fahre, nur wenn ich die Weltkarte bezahlt hab, hätte ich sie auch gerne.....). Hoffe, du hast mehr Glück ......:cursing:

  • Das Schöne an der TomTom-Halterung ist ..........

    diese Aktiv-Halterung ist nach meiner Einschätzung wertig und hält etwas länger durch als diese

    der vorherigen Modelle von TomTom.

    Ingesamt ist das TomTom ein gutes Navi, es braucht jedoch einige Zeit bis man(n) damit

    ein gutes Routing hinbekommt.


    Herzliche Grüße

    RS-Tommi

    RS-Tommi

  • und bin ziemlich unzufrieden damit.

    Servus Arsmund,


    das ist schade und als jahrelanger Nutzer von TT Navis für mich so nicht nachvollziehbar. Womit planst Du den deine Touren - und welche Einstellungen hast Du im TT hinterlegt?


    Das mit dem Schotterweg im Urwald kann trotz der Einstellung "meiden" schon mal passieren, hatte ich auch schon. Da bin ich dann aber wieder eher bei der Planung, da sollte man das schon sehen.


    Was die Ortsdurchfahrten angeht - da gibt es leider keine Einstellung, die das vermeidet, wäre sicher ein Verbesserungspotential. Aber von der Strasse runter, in den Ort und dann wieder rauf, liegt sicher daran das kürzeste Route eingestellt ist und es nur je einen Wegpunkt vor und nach der Ortschaft in der Planung gab.


    Ich hatte es auch bereits in einem anderen GPS-Navi-Thread beschrieben: es benötigt eine gute Vorbereitung und dann kommt in der Regel auch das raus, was man gerne hätte.


    Beste Bikergrüße, Michi

    statt Sorgen sollte man sich manchmal besser Nudeln machen... ;)

  • Nochmal kurz zur Unterscheidung:

    - .gpx: eine echte Route mit festgelegten Wegpunkten - dieser sollte das Navi folgen wie Struppi dem Tim.

    - .itn: Start, ggf. Zwischenziele und Endpunkt sind definiert - für die zu fahrende Strecke ist das Navi abhängig von den gewählten Einstellungen zuständig


    Die meisten modernen Navis können beides, daher Obacht, was bei Eurer Tourenplanung hinten rauspurzelt. Bevor das Ergebnis noch enttäuscht... Manchmal sind es die kleinen Dinge. ;)


    Wir haben uns je ein TomTom Rider 2 in 2013 gekauft und ich hab mich immer gewundert das die grobe Routenführung zwar stimmt aber wir immer irgendwie anders gefahren sind als geplant...:/


    Hatte mal irgendwo gelesen das itn die TomTom spezifische File Endung sei und gpx irgendeine andere. Und jetzt nach 6 Jahren stelle ich fest das ich da was mistverstanden hab....=O


    Ich verwende das Navi nur begleitend, entscheidend für mich ist mein roadbook das ich mir vorher erstelle und bei Fahrten in unbekanntes Terrain immer auf dem Tankrucksack liegen hab. Ist ne alte Angewohnheit denn wenn man wie ich seit 1979 im Verkaufsaussendienst ist, bzw war, seine Kunden in der ganzen Republik verstreut sind, dann ist die Landkarte auf dem Beifahrersitz das wichtigste.


    Das erste Navi hatte ich glaube ich Mitte der 90er des letzten Jahrhunderts, war ein Becker im DB und hat eigentlich nur links und rechts angezeigt....^^


    Und für die die wie ich etwas Altersprobleme mit den Augen habengibts das da....


    Aber Danke André für die Aufklärung, werde unsere Thüringen Tour jetzt mit gpx planen und nicht mehr mit itn, schaun mer mal....;)


    Grüßle aus dem sonnig-aber-kalt Unterallgäu,

    Bernd


    "Nieder mit dem Verstand – es lebe der Blödsinn."


    Karl Valentin,

    aktueller denn je in einer Zeit wo die Ideologie wichtiger ist als die Realität...||

  • Kann ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen, Stefan


    Das 550 hat einen Quadcore-Prozessor und zumindest soweit ich das bisher beurteilen kann, ist der ziemlich zügig. Wenn ich mal irgendwo bewusst von der Route abgewichen bin, hatte es sich innerhalb von ein, zwei Sekunden ohne angezeigte Neuberechnung an die geänderte Route angepasst. Im Vergleich zu meinem alten Garmin sind das Welten; auch die ursprüngliche Berechnung einer Route war sehr flott abgeschlossen. Wie sich das dann später mal auf einer Tour, vielleicht mit Streckensperre etc. auswirkt, kann ich aktuell nicht absehen.

    Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann und nach schräg kommt flach.

  • Wumi:


    Ich habe das in meinem Bericht nicht deutlich geschrieben, daher hier nochmal zur Ergänzung:


    Ich beziehe mich in dem Bericht auf das TomTom und führe das Garmin nur als Vergleich an. Es ist tatsächlich so, dass .itn von TomTom eingeführt wurde.


    Eine .gpx kann zweierlei beeinhalten, eine Route und einen Track. Die Route ist halt von vorne bis hinten durchgeplant und der Track definiert nur Punkte, die angefahren werden. Scheinbar ignoriert TomTom aber die Tracks, daher der Kniff mit .itn.


    Gerade bei den Garmin-Nutzern führt das immer wieder zu Kuddelmuddel in der Tourenplanung, weil z.B. auch Basecamp immer beide Informationen in eine .gpx packt, solange man vor dem Export nicht explizit eine von beiden löscht.


    Hier ein vielleicht hilfreicher Linkfür alle TomTom 4xx und 5xx Nutzer, da sind wirklich viele gute Bedienungstips dabei.

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  • diese wären langsam vom Prozessor her.

    Stefan : ich kam vom Rider über den TT 40 zum TT 550 - die Geschwindigkeitsunterschiede sind jeweils gewaltig. Gerade was die Routen-Neuberechnung anbelangt ist das 550er top! Auch was das "zoomen" in den angezeigten Karten direkt am TT anbelangt, ist das jetzt echt schnell...


    Aber Danke André für die Aufklärung, werde unsere Thüringen Tour jetzt mit gpx planen und nicht mehr mit itn, schaun mer mal....

    Wumi: so einfach würde ich das nicht sagen... schaut euch mal diesen Beitrag an Dateiformate, das ist das im Detail beschrieben. OK, ist viel technisches Kauderwelsch, aber Fakt ist:


    ALLE Navigationsgeräte berechnen eine Route von Wegpunkt A nach B - selbst bei einem Track, da es bei einem Track aber extrem viele Wegpunkte gibt, kann das Navi auch nicht von der vorgegebenen Route "abweichen".


    Bei einer Planung per Wegpunkten (Route) bekommt das Navi (egal welcher Hersteller) über die in oben genannten Beitrag dargestellt Form eine digitale Info über die GPS-Koordinaten im Stile von:


    48° 8' 15.396" N 11° 34' 47.73" E


    Dies wird in der Routendatei für das Navi meist umgerechnet in Längen und Breitengrad, also quasi: 48.137610 11.579925 (einfach die Zahlen kopieren und mal googlen...)


    Das wiederum ist die Basis für die Berechnung der Wegstrecke zwischen Punkt A und B. Jetzt kommen zwei weiter Faktoren ins Spiel: interne Software des Navis plus das Kartenmaterial, welches dem Navi zur Verfügung steht.


    Und noch mehr: dem Navi kann man sagen: meide Schnellstraßen, nimm Kurven usw. - was das Navi und seine Software halt her gibt. Und das wiederum wird auf dem Display des Navis dann als zu fahrende Route angezeigt.


    Also nochmal: die Vorbereitung ist das halbe Leben, äh die halbe Strecke ;)

    Beste Bikergrüße, Michi

    statt Sorgen sollte man sich manchmal besser Nudeln machen... ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Michi ()

  • Ernüchterung macht sich breit:


    - es ist nicht möglich, bei per USB verbundenem Navi einfach .gpx oder .itn Dateien auf das Navi zu ziehen. Daran, dass man unterwegs vielleicht mal von einem anderen Fahrer per Laptop / Tablet / Mobile Touren geteilt bekommen könnte, hat scheinbar niemand gedacht.


    - Routen / Tracks / Stops (oder wie auch immer man das Kind nennen wil) können auch nicht per BT oder WiFi auf ein anderes TomTom übertragen oder von diesem empfangen werden. WTF? Das ging schon 1885 im Schützengraben mit älteren Modellen!


    - der MyDrive Webservice lässt keinen Import von .itn Dateien (eigenes Format von TomTom!) zu. Format unbekannt, nur .gpx möglich. Das ist echt ein Armutszeugnis.


    - beim Planen einer Tour direkt am Navi wird der Startpunkt durch den aktuellen Standort ersetzt, in dem Fall meine Heimatadresse. Macht absolut keinen Sinn. Damit man in der Praxis damit klar kommt, muss man einen weiteren Punkt vor den Start setzen und diesen dann überspringen.


    Jetzt kommt der dicke Klops:

    - ein leichter Regenschauer gestern führte zu Feuchtigkeit innerhalb des Gerätes, in diesem Fall von innen beschlagenes Display und Tröpchenbildung nach Rückkehr in die warme Wohnung.


    Damit war mein Ausflug in die TomTom-Welt ein kurzes Vergnügen und das 550 geht zurück. Welcome back Zumo 345. Du bist zwar lahm, machst aber meistens, was Du sollst.

    Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann und nach schräg kommt flach.

  • Ernüchterung macht sich breit:


    - es ist nicht möglich, bei per USB verbundenem Navi einfach .gpx oder .itn Dateien auf das Navi zu ziehen. Daran, dass man unterwegs vielleicht mal von einem anderen Fahrer per Laptop / Tablet / Mobile Touren geteilt bekommen könnte, hat scheinbar niemand gedacht.

    Da bin ich ja direkt froh das ich das mittlerweile veraltete Rider 2, also das mit dem 7 Pin Anschluss habe, denn bei mir gibts keine Probleme ne itn Datei via copy/Paste ins Navi zu schaufeln.


    - Routen / Tracks / Stops (oder wie auch immer man das Kind nennen wil) können auch nicht per BT oder WiFi auf ein anderes TomTom übertragen oder von diesem empfangen werden. WTF? Das ging schon 1885 im Schützengraben mit älteren Modellen!

    Habe weder BT noch WiFi beim Navi jemals gebraucht daher stört es mich nicht wenn das Rider 2 dies nicht hat.


    - der MyDrive Webservice lässt keinen Import von .itn Dateien (eigenes Format von TomTom!) zu. Format unbekannt, nur .gpx möglich. Das ist echt ein Armutszeugnis.


    - beim Planen einer Tour direkt am Navi wird der Startpunkt durch den aktuellen Standort ersetzt, in dem Fall meine Heimatadresse. Macht absolut keinen Sinn. Damit man in der Praxis damit klar kommt, muss man einen weiteren Punkt vor den Start setzen und diesen dann überspringen.


    Ich benutze das TomTom Home, die Vorläuferversion vom Mydrive mit dem habe ich bis dato nur itn Dateien im- oder exportiert, das das mit gpx auch geht habe ich erst hier Dank Michis ausführlichen Beschreibungen kennen gelernt, muss ich mal ausprobieren.


    Und wenn ich von unterwegs ne Tour planen will, denn nur dann plane ich direkt am Navi, dann frägt es mich ob ich den aktuellen Punkt als Startpunkt wählen möchte, ansonsten nimmt es die als Favorit gespeicherte Heimatadresse.


    Unsere hängen bei jeder Fahrt am Motorrad. Wir sind vor Jahren auf der Rückfahrt von Beauvezere am Col d’ Allos zwischen Grenoble und Geneve mal in einen Gewitterregen rein gekommen der hat fast die ganzen 150 km angedauert, übel..... Selbst die sündhaft teuren Daytona’s waren durch, die Navi’s haben’s problemlos überstanden.


    Da haste wohl Pech gehabt und ne sogenannte Montagsproduktion erwischt, also ganz Recht,

    sofort zurück.


    Gut das ich das Teil nur begleitend einsetze, ich hab und werde mich nie nur aufs Navi verlassen.

    Aber manchmal kann ich meine „Klaue“ vom Roadbook nicht mehr lesen und dann.....:D


    Und Danke André für den offenen Bericht, denn ich hatte mir bereits überlegt doch mal die Teile zu tauschen denn unsere haben nur nen begrenzten Festspeicher und keine Möglichkeit der Erweiterung. Hatte schon mal nen Chat mit denen deswegen denn früher hatte ich ganz EU auf dem Navi nach dem letzten Update haben die die EU Karte aufgeblasen so das ich jetzt nur Ausschnitte Downloaden kann, was doof ist wenn ich gleichzeitig in I und UK unterwegs bin denn das geht nicht oder wenn dann nur mit fehlenden Karten. Hatte gebeten statt fixer bundle dem Kunden die Länder einzeln zum Download anzubieten, geht anscheinend nicht oder sie wollen nicht weil zu aufwändig....<X


    Grüßle aus dem feucht-nass-kalt Unterallgäu,

    Bernd


    "Nieder mit dem Verstand – es lebe der Blödsinn."


    Karl Valentin,

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  • Erdna , ach Du dickes Ei... und es ist noch nicht mal Ostern...


    Sorry, aber da musst Du echt ein Montagsgerät erwischt haben. Wasser im Navi hat da definitiv nix verloren. Meine TT's waren bis dato immer dicht, hoffen wir mal das es so bleibt.


    Was die Übertragung per USB anbelangt, verstehe ich das ganz und gar nicht. Mache ich immer so, da klappt das. ABER: verwendet bitte das Original-USB-Kabel und (falls vorhanden) die USB 3.0 Schnittstelle am PC (blau), das hatte bei mir schon mal zu Abstürzen beim großen Karten-Update geführt, soll heißen: ich hatte am Standard USB Anschluss ein Verlängerungskabel, mit dem wollte ich das TT updaten. Aus irgendeinem Grund wollte das Update par tout nicht klappen - erst mit dem TT USB-Kabel und an der 3.0er Schnittstelle ging das reibungslos.


    Planung am Gerät selber sind immer so eine Sache, bei den einen gehts, bei anderen nicht - ob da Garmin so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln - jeder Hersteller hat so seine "Bugs".


    Ich wünsche Dir in jedem Falle ein funktionierendes Gerät (egal welche Marke), Hauptsache, Du kommst damit klar und es macht was es soll...


    Beste Bikergrüße, Michi

    statt Sorgen sollte man sich manchmal besser Nudeln machen... ;)

  • Servas Michi,


    wirklich verstehen kann ich es nicht, USB 3.x, USB 2.0, alle Ports versucht, immer mit Originalkabel (das Spiel kenne ich schon^^). Es kam immer die Meldung:

    Der Pfad ist nicht verfügbar.

    Auf I:\ kann nicht zugegriffen werden.

    Zugriff verweigert.


    MyDrive Connect hat sich über USB allerdings problemlos verbunden, und meine Internetverbindung wurde für (Karten)Updates ja auch ohne zu mucken benutzt. Das zeigt ja, dass eine Verbindung da, bzw. möglich ist.


    Gerät im Standby oder eingeschaltet macht übrigens auch keinen Unterschied.


    Na ja, ist eh Wurscht. Mit dem Feuchtigkeitseinbruch hat sich das Thema eh erledigt. Schade eigentlich.


    Frohe Weihnachten.


    Gruß,

    André

    Motorradfahren ist das Schönste, was man angezogen machen kann und nach schräg kommt flach.